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Daniel Müller von der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Konstanz entwickelt sich zum Seriensieger: Zum dritten Mal hintereinander erreichte er als erster das Ziel beim international besetzten Bodensee-Feuerwehr-Triathlon, den die Feuerwehr Konstanz zum 16. Male ausrichtete. Hochspannung herrschte im Kampf um den Mannschaftitel, den die Berufsfeuerwehr (BF) Prag gewann. Gewertet wurden hierbei die drei Zeitschnellsten einer Feuerwehr.
Mit insgesamt 4 Stunden 35 Minuten und 33 Sekunden waren die Prager um zwei Minuten und 42 Sekunden schneller als ihre Kollegen aus Tábor. Diese konnten mit 53 Sekunden Abstand die BF Wien auf den dritten Platz verweisen. Die Konstanzer als Titelverteidiger kamen auf Rang fünf.
Der Konstanzer Daniel Müller erreichte nach einer Stunde, 24 Minuten und 31 Sekunden als erster das Ziel auf dem Uni Sportgelände; mit über zwei Minuten Vorsprung vor Bernhard Ganter von der Berufsfeuerwehr Karlsruhe. Ihm folgte Andreas Wagner von der BF Wien mit fast einer Minute Rückstand. Von den 245 Starterinnen und Startern erreichten 240 das Ziel.
Gestartet wurde vom Wassersportgelände in Egg. Dort hatten die Feuerwehrsportler zuerst eine Schwimmstrecke von 600 Metern Länge zurückzulegen. Anschließend ging es auf einen Rad-Rundkurs bei der Universität und im Schwaketental über insgesamt 38 Kilometer. Die letzte Disziplin Laufen führte über rund sechs Kilometer auf Waldwegen bei der Universität.
Bei den Frauen siegte Heike Speckmann von der BF Duisburg in einer Stunde, 40 Minuten und 43 Sekunden, die ihr den 40. Gesamtrang einbrachten. Ihr folgten Alexandra Wieland (1:52:08, 115.) von der FF Adelberg und Jutta Sindek (1:55:06, 137.) von der FF Tübingen. Hellauf begeistert zeigten sich die Konstanz Organisatoren vom 6. Zug über die Anzahl von neun gestarteten Frauen, was einen neuen Rekord bedeutet.
Dass bei allem sportlichen Wettstreit auch der Spaß nicht zu kurz kam, zeigten Toni Raskopp (BF Trier) und Karsten Fischer (BF Kassel): Da einer den anderen nicht abschütteln konnte, fassten sie sich an den Händen und liefen so gleichzeitig als Fünfte über die Ziellinie. Toni Raskopp zeigte sich dann auch sehr zufrieden über seine Leistung. 1999 hatte er den Triathlon gewonnen. Für ihn gehört der Konstanzer Triathlon zur Vorbereitung auf die kommende Kurzstrecken-Europameisterschaft.
Die hohen Temperaturen hätten kaum ein Problem dargestellt, "beim Laufen fehlte jedoch der Sauerstoff", erklärte Raskopp im Ziel. Dies bestätigte auch der Konstanzer Sven Reuter: "Als ich aus dem Wald bei St. Kathrinen kam war die Luft sehr heiß und das Atmen erschwert". Die spannendste Phase des Wettkampfs war für Eberhard Herb von der FF Adelberg der Umstieg vom Rad zum Laufen gewesen. "Das war sehr hart, ich habe geglaubt, meine Oberschenkel platzen", berichtete er später.
Bettina Bistrovic von der FF Plochingen hatte vor zwei Jahren schon einmal teilgenommen. Dieses Jahr hatte sie sich um fast 18 Minuten verbessert. Sie und ihre beiden Mitstreiter aus Plochingen waren ganz erfreut, in die Mannschaftswertung gekommen zu sein. "Der Konstanzer Triathlon wird ab sofort zur Dauereinrichtung", bekräftigte Bettina Bistrovic.