Meldungen 2000
23. Dezember – Es waren gigantische Flammen
02. Dezember – Ausbildungszug beendet
02. Dezember – Feuerwehr warnt vor Leichtsinn
21. Oktober – Nach Orkan "Lothar" wiehert der Amtsschimmel
14. Oktober – Aktionstag 2000 im Oberlohn
14. Oktober – Aktionstag 2000 bei Karstadt
01. Oktober – Jugendfeuerwehr erreichte Platz 18
24. Juli – Super: Besuch Nummer 10 000
23. Juli – 13. Bodensee-Feuerwehr-Triathlon
21. Juli – Konstanzer beim Daxlander Feuerwehr-Triathlon
05. Juli – Baubeginn Gerätehaus Wollmatingen
24. Mai – Der Orkan "Lothar" im Förderverein
09. Mai – Ehrenmedaille für Rudolf Santo
09. Mai – FLB aus Werft zurück
01. Mai – GPS liefert genauere Daten
27. April – Sprechfunk auf Gleichwelle umgestellt
13. April – Erfinderpreis für "Aqua-Barrier"
15. März – Weit über 60 000 Stunden für die Allgemeinheit geleistet
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23. Dezember – Es waren gigantische Flammen
Das jährliche Fest zum Gedenken: Vor 33 Jahren Brand in der Spaltgasanlage
Als der gefährlichste Feuer in der jüngeren Geschichte der Stadt Konstanz ist der Brand in der Spaltgasanlage bei den Stadtwerken eingegangen. Aus diesem Grund feiern alljährlich die Helfer den glücklichen Ausgang jenes Geschehens.
Wertschätzung
Welche Wertschätzung die Feuerwehr noch vor zwei, drei Jahrzehnten durch die Bevölkerung erfuhr, mag man daran erkennen, dass Feuerwehrleute – wurden sie als solche von Gästen in Kneipen erkannt – spontan zu einem Getränk eingeladen wurden. Als Dank für die nicht immer ungefährliche – aber freiwillig und ehrenamtlich – geleistete Arbeit zum Schutze der Stadt; und speziell als Dank für den Einsatz beim Gaswerksbrand, wo sie Schlimmeres verhüteten.
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Gegen 8.30 Uhr am Morgen des 23. Dezember 1967 – die neue Feuerwache in der Steinstraße war im gleichen Jahr seiner Bestimmung übergeben worden – traf über Notruf die Meldung über einen "Flächenbrand" bei den Stadtwerken ein. Der Zentralist – stutzig geworden über die für diese Jahreszeit ungewöhnliche Mitteilung – konnte dem Anrufer schließlich entlocken, dass es sich um in Brand geratenes Gas handeln musste.
Präsent
Zum 33. Jahrestag des Gaswerkbrandes trafen sich rund 30 Feuerwehrmänner, die damals dabei waren, in der Gaststätte der Marinekameradschaft am Rheinsteig. Der Kreuzlinger Feuerwehrmann Rudi Kramer – ebenfalls seit vielen Jahren Gast – überbrachte als Erinnerung an das diesjährige Treffen einen als Pfeffermühle gestalteten Hydranten, der er dem Organisator und Ehrenkommandanten Rudolf Santo überreichte.
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Den wenigen Minuten später an der Unglücksstelle eintreffenden Feuerwehrleuten bot sich ein unvergessliches Bild: Gigantische Flammen schossen aus einem zylinderförmigen Gastank ("Zigarre"). In der ganzen Stadt heulten die Sirenen. Unterstützung wurde aus der Schweiz und den anliegenden deutschen Feuerwehren angefordert. Eine Wasserversorgung über lange Wegstrecken mussten aufgebaut werden, die Schläuche wurden knapp.
Die Hauptaufgabe, die sich den Feuerwehrleuten unter der Leitung von Kommandant Rudolf Santo, stellte, hieß: Ausbrennen lassen des in Brand geratenen Gastanks, Schutz der anderen Tanks durch Kühlen. Besonders kritisch erwies sich der mit Leichtbenzin gefüllte riesige Behälter, dessen Naht schon rot glühte. "Wir haben viel Glück gehabt, das der Tank nicht explodiert ist", beschreiben die Feuerwehrmänner die damalige Situation.
Neben diesen Gefahren bereitete die starke Hitze große Probleme. Haut und Haare an Kopf und Arme wurden angesengt. Zum Schutz gegen die Hitze drehten die Feuerwehrmänner die Helme um, so dass das Nackenleder nach vorne zeigte. Um nah genug an die zu schützenden Tanks heranzukommen, ließen sich die Feuerwehrleute verschiedene Tricks einfallen: Schubkarren und aus ihrer Verankerung herausgelöste Türen dienten mit Gucklöchern versehen – durch das Strahlrohre gesteckt wurden – als Schilde. Andere Kameraden wurden von ihren in "zweiter Reihe" stehenden Kollegen mit Wasser dauernd bespritzt um sie zu kühlen; das Wasser trocknete schlagartig ab! Brandsalbe vom Deutschen Roten Kreuz schmierten sie sich ins Gesicht; sie verlief jedoch und reizte die Augen.
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02. Dezember – Ausbildungszug beendet
"Am Anfang waren wir uneinig und haben uns zusammenraufen müssen" beschrieb die frisch gebackene Feuerwehrfrau Manuela Romer das Verhältnis der 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Feuerwehr-Ausbildungszug bei der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz. "Dass wir doch noch eine gute Gruppe geworden sind, liegt mit an den Ausbildern", lobte Romer. "Die Zeit ging schnell rum", bedauert sie.
In zehn Wochen haben 25 Frauen und Männer das nötige Rüstzeug erworben, um ihren Dienst an der Allgemeinheit in ihrer Gemeinde oder ihrem Betrieb ausüben zu können. Der Lehrgang bei der Konstanzer Feuerwehr umfasste 75 Unterrichtsstunden zuzüglich acht Doppelstunden in Erster Hilfe; dafür waren etliche Abende und Samstage zu opfern. Elf Anwärter stellte die Konstanzer Wehr, sieben die Reichenau und drei Allensbach; die Werkfeuerwehren des Zentrums für Psychiatrie Reichenau und Rieter stellten je zwei Teilnehmer. Darunter befanden sich drei Frauen und ein italienischer Landsmann.
Sie lernten die Rechte und Pflichten eines Feuerwehrangehörigen kennen, den korrekten Einsatz der verschiedenen Löschgeräte, den Umgang mit den unterschiedlichsten Leitern und dergleichen mehr. Ihr Wissen und Können hatten sie in einer schriftlichen Prüfung und in einer praktischen Vorführung zu zeigen. Während der praktische Teil kein Problem darstellte, wartet auf drei im Januar eine Wiederholung der theoretischen Prüfung. Trotzdem hielt Manuela Romer für die Ausbilder weiteres Lob bereit: "Trockene Themen sind interessant aufbereitet worden. Sie haben viel Engagement gezeigt und viel persönliche Erfahrungen einfließen lassen."
Ausbilder Klaus Wehner lobte ebenfalls den "guten Zusammenhalt in der Gruppe; er war einwandfrei und das ist nicht immer so", gab der langjähriger Ausbilder seine Erfahrung preis. Den Konstanzern teilte Kommandant Dieter Quintus am gleichen Abend die heiß ersehnten "Piepser" aus: Ab sofort heißt es, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr bereit sein.
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02. Dezember – Feuerwehr warnt vor Leichtsinn
Passend zu Beginn der Adventszeit veröffentlichte der SÜDKURIER in seiner Konstanzer Lokalausgabe einen Bericht, der sich gründlich mit den Gefahren befasst, der durch Kerzen in der Advents- und Weihnachtszeit ausgehen kann und liefert ausführliche Tipps zur Schadensverhütung. Eine Betrachtung zu Sylvester und Fasnacht (Fasching, Karneval) schließt sich an. Redakteur Josef Siebler interviewte hierzu Kommandant Dieter Quintus. Weitere Lokalausgaben übernahmen den Artikel in den Folgetagen.
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21. Oktober – Nach Orkan "Lothar" wiehert der Amtsschimmel
"Ein Schlag ins Kontor war's, was uns Ende letzten Jahres erwartete", fasste Feuerwehr-Kommandant Dieter Quintus die über dreihundert Einsätze innerhalb von zwölf Stunden beim Orkan "Lothar" zusammen. "Hier haben wir gemerkt, wo unsere Grenzen sind", so Quintus weiter. Beim Kameradschaftsabend im Zentrum für Psychiatrie Reichenau lobte er besonders die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk (THW), den Technischen Betrieben und dem Forstamt.
Weniger erfreulich ist für Quintus, dass nach fast einem Jahr die Diskussionen um die Kostenerstattung noch nicht abgeschlossen ist. Findige Juristen hätten herausgefunden, dass die Einsätze rechnungspflichtig seien; schließlich habe kein öffentlicher Notstand vorgelegen. Qunitus stellte die Frage in den Raum, wer diesen am zweiten Weihnachtsfeiertag hätte ausrufen sollen.
"Wir werden bald einen Hausjuristen beschäftigen müssen, wenn das so weiter geht", nahm Quintus den Ärger von der humorigen Seite. Niemand konnte ihm sagen, wie unter diesen Umständen, die Daten zu erfassen seien. Würden Rechnungen geschrieben, hätte das seiner Meinung nach jede Menge Ungerechtigkeit zur Folge. "In Zukunft muss die Feuerwehr mit einem 'BTF' zum Einsatz ausrücken. BTF steht für Büro-Transport-Fahrzeug", scherzte Quintus.
Lösung versprochen
Oberbürgermeister Horst Frank versprach eine befriedigende Lösung zu finden: "Wir müssen nur miteinander schwätzen", so Frank. In den vergangenen Monaten habe die Freiwillige Feuerwehr gezeigt, wie leistungsfähig und flexibel sie sei. Das beruhige ihn sehr und er könne "weiterhin verschlafen". Frank spielte damit auf den Dachstuhlbrand in der Fürstenbergstraße beim "Rio" im letzten Dezember an. Obwohl das Telefon bei ihm geklingelt habe und er nur 150 Meter entfernt wohne, habe er nichts mitbekommen.
Kommandant Quintus versprach um den Schlaf des Oberbürgermeisters auch sicher zu machen dass die Feuerwehr in nächster Zeit Rauchmelder in seiner Wohnung installiert, damit er rechtzeitig bei einem Brand geweckt werde.
Kreuzlingens Feuerwehr-Kommandant Werner Ilg überbrachte einen besonderen Gruß: "Beim Tanklaster-Unglück Anfang Juni haben das Glück und ihr uns unterstützt, so dass es nicht noch schlimmer gekommen ist", dankte Ilg und überreichte Dieter Quintus einige Frankenscheine für die Kameradschaftskasse. "Da fällt mir ein, dass der Kurs auf 132 steht", freute sich Quintus.
Erfreuliche Ausblicke
Erfreulich auch, dass in wenigen Wochen das neue Löschfahrzeug für Dingelsdorf geliefert wird. Den erforderliche Umbau am Gerätehaus haben die Dingelsdorfer Feuerwehrleute zu einem großen Teil in Eigenleistung erbracht. Lob gab es auch für die sportliche Höchstleistung, als im Juni Inliner und Triathleten mit spektakulären Aktionen zu den Feierlichkeiten nach Fontainebleau reisten.
Für das im Bau befindliche Gerätehaus Wollmatigen erwartet der Kommandant, dass im Dezember die Ziegel gedeckt sind. Bestellt wurde in den letzten Wochen ein neues Löschfahrzeug für die Altstadt. In diesem Fahrzeug wird erstmals ein neues Löschverfahren zum Einsatz kommen, das einen siebenfach höheren Wirkungsgrad als bei reinem Wasser verspricht. "Damit dürften Wasserschäden kaum noch eine Rolle spielen", erhofft sich Quintus.
In der Beschaffung ist ein zweites Trägerfahrzeug für Abrollbehälter. Diese ermöglichen eine kostengünstige Umstellung und Erweiterung des Geräteparks. Für die Ölwehr beschafft das Land ein Transportfahrzeug. Die neuen Fahrzeuge werden mit Rapsöl betrieben werden, kündigte Quintus an.
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14. Oktober – Aktionstag 2000 im Oberlohn
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14. Oktober – Aktionstag 2000 bei Karstadt
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01. Oktober – Jugendfeuerwehr erreichte Platz 18
Die Jugendfeuerwehr Konstanz erreichte bei den Landesausscheidungen zum Bundeswettkampf in Nagold den 18. Platz. Stadtjugendfeuerwehrwart Lars Chudzinski äußerte sich sehr zufrieden über die Leistungen der Jugendlichen. Nach mehreren Jahren Pause, sei endlich ein viel versprechender Neuanfang in der Wettkampf-Ausbildung gemacht worden, freute sich Chudzinski.
Mehr Informationen und Fotos auf den Seiten der Jugendfeuerwehr.
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24. Juli – Super: Besuch Nummer 10 000
Am Abend erreichte unsere Homepage der 10 000. Besuch. Für das letzte Tausend waren damit genau 4 Wochen nötig; einen Tag schneller als für den bisherigen Rekord auf das neunte Tausend.
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23. Juli – 13. Bodensee-Feuerwehr-Triathlon
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21. Juli – Konstanzer beim Daxlander Feuerwehr-Triathlon
Vier Konstanzer Feuerwehrmänner befanden sich unter den 31 Startern beim 18. Feuerwehr-Triathlon der FF Karlsruhe-Daxlanden. Der dreifache Titelträger und Titelverteidiger Daniel Müller aus Konstanz konnte dieses Mal nicht teilnehmen. Der diesjährige Gewinner ist Armin Salzer von der BF Ludwigshafen in 1 Stunde 9 Minuten und 29 Sekunden. Die Konstanzer schlugen sich recht achtbar: Auf Platz 8 landete Dieter Uecker in 1:20:12, auf Rang 10 Sven Reuter in 1:20:23, Thomas Noll wurde 18. in 1:25:34 und Sascha Reuter 30. in 1:38:07.
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05. Juli – Baubeginn Gerätehaus Wollmatingen
Auf dem Gelände des neuen Gerätehauses Wollmatingen ist heute mit den Bauarbeiten begonnen worden.
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24. Mai – Der Orkan "Lothar" im Förderverein
Die Ereignisse beim Orkan "Lothar" am zweiten Weihnachtsfeiertag bekamen die Mitglieder des Feuerwehr-Fördervereins von Kommandant Dieter Quintus lebendig dargestellt. Quintus berichtete anlässlich der Jahreshauptversammlung in der Feuerwache.
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Kommandant Dieter Quintus berichtete über die Einsätze beim Orkan "Lothar".
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Lagestab
"'Lothar' tobte über halb Europa in einer Stärke, wie wir sie bisher nicht kannten. 172 Kilometer in der Stunde Windgeschwindigkeit ist auf dem Hohentwiel gemessen worden", erzählte der Kommandant. Zwischen 12 und 23 Uhr seien über 300 Anforderungen an die Feuerwehr gegangen. Es sei nicht einfach gewesen Schadensereignisse dieser Art zu verwalten. In der Zentrale taten bis zu sechs Leute gleichzeitig Dienst, ein Fahrzeugstellplatz wurde geräumt und dort mehrere Tische aufgestellt, damit ein Stab unter Leitung des Kommandanten die Einsätze nach Wichtigkeit sortieren und abarbeiten konnte, so Quintus.
Alle Einheiten einschließlich des Technischen Hilfswerks (THW) mussten im Laufe des Tages alarmiert werden. Litzelstetten und Dettingen waren massiv betroffen, da Zufahrtsstraßen von umgestürzten Bäumen blockiert waren. Zu einem Verkehrsunfall bei Dingelsdorf gelangten die Retter nur zu Fuß, gefährdet durch umstürzende Bäume.
Erkunder
In den Ortsteilen wurden Führungskräfte eingesetzt, die die jeweilige Lage erkundeten, bewerteten und gegebenenfalls Mannschaft und Gerät anforderten. "Das hat sich in diesem Chaos absolut bewährt" zeigte sich Quintus zufrieden. Ebenso wichtig die Kommunikation über Handys, die nach den Erfahrungen des Hochwasser angeschafft wurden: Zeitweise war der Sprechfunk zusammengebrochen, so der Kommandant.
"Hervorragend hat die Zusammenarbeit mit dem THW und den technischen Betrieben funktioniert", lobte Quintus. Auch hätten diese es geschafft ausreichend Personal zu stellen, was man von Kranführern und Dachdeckern nicht habe sagen können.
Jahrtausendwechsel
Der Jahrtausendwechsel sei dagegen problemlos verlaufen; Monate zuvor sei geplant worden und auch in der Nacht habe man mit ausreichend Personal zur Verfügung gestanden, das zum Glück kaum beansprucht wurde, so Konstanz oberster Feuerwehrmann.
Der Neubau des Gerätehauses Wollmatingen soll 2001 fertiggestellt sein. Einen Teil der Ausbauten im Obergeschoss wird der 7. Zug vornehmen, so dass von der Stadt nur die Materialkosten anfallen. Für die Ausstattung der Küche und des Aufenthaltsraumes bewilligte der Förderverein 25 000 Mark.
Der Vorsitzende, Alois Sieber, wies die Versammlung darauf hin, wie die Bevölkerung ihren Dank gegenüber den Feuerwehrfrauen und -männern abstatten könnten, die Hervorragendes geleistet hätten, wie beim Jahrhunderthochwasser und dem Orkan sehr gut zu spüren wesen sei.
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09. Mai – Ehrenmedaille für Rudolf Santo
Feuerwehr-Ehrenkommandant Rudolf Santo hat vom Innenminister der Tschechischen Republik die Ehrenmedaille (Cestná medaile) des Feuerwehrrettungscorps verleihen bekommen. Santo wurde für sein langjähriges Engagement in der internationalen Zusammenarbeit und für die Entwicklung der Städtepartnerschaft zwischen Tabor und Konstanz geehrt. Die Feierlichkeiten fanden im Rittersaal des Schlosses Bouzov, Mähren, statt. Der heute 78-jährige Rudolf Santo war von 1956 bis 1987 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz. Er war Mitbegründer der Städtepartnerschaft mit Tabor 1984.
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Das Feuerlöschboot an seinem angestammten Liegeplatz am Seehrein. Foto: Bernd Oser
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09. Mai – FLB aus Werft zurück
Das Feuerlöschboot (FLB) "LBD Heinz Schäfer" hat einen neuen Farbanstrich, neue Schiffsschrauben und Stabilisatoren erhalten. Nach rund vier Wochen auf der Romanshorner Werft ist es wieder für Einsätze gerüstet. Die Aufbauten sind in einem sehr hellen Grau gehalten, der Rumpf rot gestrichen worden. "Die Farbgebung entspricht jetzt endlich den Booten der anderen auf dem See beheimateten deutschen Behörden und Hilfsorganisationen", erklärte Ölwehr-Chef Helge Hamann. "Der Rumpf soll immer in den organisationseigenen Farben gestrichen werden" so Hamann weiter.
Obwohl das Schiff nicht mehr so wuchtig aussieht wie früher, kommt das neue Aussehen bei den Feuerwehrleuten überwiegend gut an. Durch den Einbau zweier neuer Schiffsschrauben – die Blätter haben einen anderen Anstellwinkel – und Stabilisatoren ist das FLB rund fünf Kilometer pro Stunde schneller geworden: Es erreicht jetzt 35 km/h.
Feuerlöschboot: Allgemeine Beschreibung und in alter Farbgebung.
FLB 23-1 – Das Löschboot der Jugendfeuerwehr Hamburg oder FF Hamburg-Stellingen und "Jugendfeuerwehr" – "Löschboot" auswählen.
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Durch den neuen Anstrich wirkt das FLB weniger wuchtig. Foto: Bernd Oser
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01. Mai – GPS liefert genauere Daten
Das GPS (Global Positioning System) – ein vom US-Verteidigungsministerium unterhaltenes Satelliten-Navigationssystem, das auch die Konstanzer Feuerwehr auf dem Feuerlöschboot nutzt – liefert für die zivile Nutzung ab sofort genauere Daten. Die Genauigkeit soll etwa zehnmal höher sein als bisher.
"Befreundete" Militärs benutzen dasselbe verschlüsselte GPS-Signal für eine noch genauere Positionsbestimmung sowie zur Steuerung von Waffen. Zuvor hatte die US-Regierung das GPS-Signal wegen der Befürchtung, potenzielle Feinde könnten es für ihre eigenen Zwecke missbrauchen gezielt verschlechtert. Schon immer ist es möglich, das System in bestimmten Regionen der Welt gezielt zu blockieren.
Weiterführende Links
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27. April – Sprechfunk auf Gleichwelle umgestellt
Im Laufe dieses Tages wurde im Landkreis Konstanz der Gleichwellen-Sprechfunk in Betrieb genommen.
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13. April – Erfinderpreis für "Aqua-Barrier"
Auszeichnung für Hochwasserschutzsystem – In Konstanz erfolgreich eingesetzt
Das Hochwasserschutzsystem "Aqua-Barrier" der schwedischen Firma Geodesign AB sorgte im Juni letzten Jahren für beträchtliches Aufsehen: Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehr bauten es unter außergewöhnlichen Bedingungen am Konstanzer Hafen auf. Jetzt zeichneten 60 Experten dieses System mit dem Großen Preis (GRAND PRIX DU SALON INTERNATIONAL DES INVENTIONS DE GENÈVE) der 28. Internationalen Erfindermesse in Genf aus.
Das ebenso einfache wie wirkungsvolle System besteht aus Stützen, die zu einem Dreieck aufgeklappt werden, an das je eine Euro-Palette gelehnt wird. Darauf gespannte wasserdichte Planen – oben und unten mit Sandsäcken beschwert – sorgen so für die nötige Dichtigkeit. Mit den hochkant gestellten Paletten wird eine Schutzhöhe von 95 Zentimetern erreicht.
Beim Kölner Hochwasser im Februar 1999 bauten Helfer der Feuerwehr und des Technisches Hilfswerks den 500 Meter langen Wall innerhalb von fünf Stunden entlang des zu diesem Zeitpunkt noch trockenen Rheinufers in Rodenkirchen auf. In Konstanz mussten die Wehrleute im bis zu 60 Zentimeter tiefen Wasser 500 Stützen (entsprechend 400 Meter) aufstellen. Sie benötigten daher über zehn Stunden und mussten bis Nachts um zwei Uhr schuften.
Über 100 000 Mark hat das System aus Ständern und Planen gekostet. Die Paletten konnten wieder verkauft werden. Lediglich die Folien und die Sandsäcke mussten weggeworfen werden. Die Feuerwehr lagert die widerstandsfähigen Stützen aus 1,5 Millimeter dickem und galvanisiertem Stahlblech in der Halle Max-Stromeyer-Straße.
Siehe auch Jahrhunderhochwasser.
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15. März – Weit über 60 000 Stunden für die Allgemeinheit geleistet
Rekordzahlen im letzten Jahr erreicht – Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr
Von einem absoluten Rekord in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz konnte Kommandant Dieter Quintus berichten: Genau 62 700,95 Stunden waren im letzten Jahr die Frauen und Männer der Wehr unterwegs. Zu dieser hohen Zahl kam es vor allem durch das Jahrhunderthochwasser an Pfingsten und den Orkan "Lothar" am zweiten Weihnachtsfeiertag. Quintus berichtete anlässlich der Jahreshauptversammlung im Großen Saal der Feuerwache Steinstraße.
287 Aktive zählte die Feuerwehr zum Jahresende. Dies bedeutet einen leichten Rückgang um fünf im Vergleich zu 1998. "Mittelfristig ist ein Rückgang bei den Aktiven zu erwarten, da der Nachwuchs aus der Jugendfeuerwehr in den nächsten zwei bis drei Jahren gering sein wird", erklärte Quintus, da die meisten der 102 (+9) Jugendlichen zwischen zehn und 14 Jahre alt seien. Das Durchschnittsalter beträgt bei den Aktiven 36 Jahre und ist leicht gesunken. Dies sei eine sehr gute Zahl, da es genug Leute mit Einsatzerfahrung gebe, freute sich der Kommandant. Die Altersabteilung blieb mit 95 Mitgliedern konstant, der Spielmannszug vergrößerte sich auf 52 (+7).
1 779 (1 369) Einsätze verzeichnet die Statistik, so viele wie noch nie, erklärte Quintus. Vor allem der Orkan "Lothar" mit rund 300 Einsätzen, aber auch das Hochwasser, führten zu dem drastischen Anstieg. Davon waren 140 Brände, darunter die zwei Großbrände in der Tägermoosstraße und in der Fürstenbergstraße zum Ende des Jahres. In die gleiche Zeit fiel auch der Brand im Mühlenweg, wo es galt zahlreiche Menschen zu retten.
Menschenrettungen
Bei Bränden retteten die Feuerwehrleute zwölf Menschen und bei Technischen Hilfeleistungen (vor allem bei Nottüröffnungen) 100; zwölf konnten nur tot geborgen werden. Automatische Brandmeldeanlagen informierten über 17 Brände, bevor größere Schäden entstehen konnten. Eine positive Tendenz sieht Quintus in der eigenen Unfallstatistik: Nur sechs Unfälle mit Aktiven und vier bei den Jugendlichen.
1 243 Technische Hilfeleistungen gab es 1999. Die Zahl von 13 Einsätzen mit Gefahrstoffen seien "eine enorme Steigerung" (+11), so Quintus. Aber sehr zum Unwillen der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrler gab es 23 böswillige Alarme.
Investitionen
An Investitionen verzeichnet das vergangene Jahr rund 380 000 DM. Unter anderem beschafft wurden ein neues Löschfahrzeug für Litzelstetten, ein neuer Einsatzleitrechner, eine Pritsche für das Abrollbehälter-System. Außerdem sei ein neuer Mitarbeiter eingestellt worden, scherzte Quintus: Eine 70 Kilogramm schwere Übungspuppe – unter Feuerwehrleute "Dummy" genannt –, ersetzt ihre verschlissene Vorgängerin. Die Toiletten und Duschen in der Feuerwache wurden saniert.
Zum Jahreswechsel konnte erfolgreich die Planung für das Gerätehaus Wollmatingen abgeschlossen werden. Intensive Gespräche der Feuerwehr mit den 13 Einsprechern führten zu einer für beide Seiten akzeptable Lösung.
Diese Jahr werden am Gerätehaus in Dingelsdorf die Tore ersetzt, was rund 30 000 Mark kosten wird. Die jetzigen seien 30 Jahre alt und "lapprig", so Quintus. Zudem könnte das neue Löschfahrzeug – es wird im November erwartet – nicht eingestellt werden, da die bisherigen Tore verengend wirkten.
Ein zweites Trägerfahrzeug für das kostengünstige Abrollbehältersystem wird ebenfalls im Jahr 2000 kommen. Sechs überalterte Funkgeräte – sie vertragen sich nicht mehr mit den neuen Techniken – müssen ersetzt werden. Außerdem steht ein Ersatz für Hebekissen einer neuen Generation an. Der Unfall in der Wiesenstraße, als eine Fußgängerin unter ein Auto geriet, habe gezeigt, wie wichtig gut funktionierende Hebekissen seien, betonte der Kommandant. Die Investitionen für dieses Jahr summierten sich auf 620 000 Mark, so Quintus.
Änderungen
Änderungen in Organisation und Finanzierung gibt es seit dem 1. Januar 2000 bei der Ölwehr. Die Landkreise Bodensee und Konstanz erhalten zusammen jährlich eine Million Mark vom Land, über die sie selbst verfügen können. Das Konstanzer Feuerlöschboot wird für 120 000 Mark in Romanshorn überholt. Das Selbstfahrende Ölfangschiff (SÖG) werde folgen, erklärte Quintus.
Die maroden Öl-Sperren werden in der Schweiz repariert, ein Ersatz wird es für den Gerätewagen Öl und die speziellen Handfunkgeräte im Rüstwagen Öl geben, so der Kommandant. Ebenso stehe eine Generalüberholung der Mehrzweckboote an.
Hauptamtsleiter Konrad Frommer nahm zum Abschluss des informationsreichen Abends das Wort: "Das Ehrenamt macht Sie zu ganz besonderen Bürgerinnen und Bürger", lobte er die engagierten Feuerwehrfrauen und -männer, und: "Das Hochwasser und 'Lothar' haben der Stadt deutlich vor Augen geführt, was sie an der Feuerwehr hat".
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