Jugendfeuerwehrzeltlager 1998
29. Juli – 3. August
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Blick in Richtung aufgehender Sonne. Vereinzelt schmückten Flaggen die Zelte. Aufwendig gestaltete Vorgärten prägten das Bild. Richtig bequem wurde es erst mit Sonnenschirm, Tischen und Bänken. Ebensowenig durften Zäune, Schläuche oder Blumen zur Dekoration fehlen. Der Fantasie der Jugendlichen beim Zeltlager der Jugendfeuerwehren im Konstanzer Hockgraben waren keine Grenzen gesetzt. Sechs Tage und fünf Nächte lang trafen sich 500 Mädchen und Jungen zu Spaß, Spiel und Spannung. Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz organisierte das Zeltlager gemeinsam mit ihrem Nachwuchs. Es stellt jedes Jahr den Höhepunkt der Aktivitäten der 33 Jugendfeuerwehren des Landkreises dar.
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Alle Fotos vom Zeltlager von: Nioklaj Schutzbach, FF Konstanz.
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Zeltlager-Steno
Montag, 3. August
Regnerisches Wetter. Die meisten Jugendlichen nutzen am Vormittag die Ausflugsmöglichkeit nach Meersburg. Langsam zeigt das Zeltlager Auflösungserscheinungen. Das große Zelt wird leergeräumt. Die ersten Zelte der Teilnehmer werden abgebaut.
Sonntag, 2. August
Der Himmel ist verhangen, am Abend leichter Regen. Am Vormittag ist Frühshoppen. Der Nachmittag steht ganz im Zeichen des Großspieles, bei dem Buchstaben aus einem Wasserbehälter zu holen sind und diese über Hindernisse ins Ziel zu bringen sind und dort zu einem Begriff aufgehängt werden müssen. Am Abend die offizielle Schlußfeier und die Bekanntgabe der Ergebnisse der Lagerolympiade. Der geplante Südseezauber hält sich in Grenzen.
Samstag, 1. August
Schönes Wetter mit Wolken am Tag. Am Vormittag der Empfang im alten Rathaus mit Oberbürgermeister Horst Frank, Kreisbrandmeister Rolf-Jürgen Stoffel, den Kommandanten des Landkreises und Vertretern des Zeltlagers. Am frühen Abend setzt heftiger Regen ein. Der angekündigte Sturm bis Windstärke 8 erreicht Konstanz nicht. Der Regen wird auch wieder schwächer, so daß kein "Land unter" zu melden ist. Die Playback-Show ist ein voller Erfolg.
Freitag, 31. Juli
Die Regennacht haben alle Teilnehmer unbeschadet überstanden. Tagsüber ist es meist bewölkt und schwül. Das Zeltlager ist von 9 bis 16.30 Uhr wie ausgestorben: Die Gruppen sind beim Stadtspiel. Mittagessen gibt es im Stadtgarten. Rund 10 Kilometer sind zu laufen und dabei 50 Fragen zu beantworten. Das die Strecke für die Kleinen sehr lange ist, werden viele von Ihnen mit den Kombis ins Zeltlager zurückgefahren. 55 Kilogramm Käsespätzle gibt's zum Abendessen.
Danach startet das "Aachtal Spezial": "Der heiße Draht", bei dem 4 Jugendliche eine Öse einem kompliziert verwundenen Draht entlang führen müssen, ohne diesen zu berühren; sonst gibt's Fehlerpunkte und ein Summton ertönt. Beim zweiten Teil muß mit Hilfe einer Kübelspritze und Löscheimern Wasser in einen Trog gefüllt werden. Die Schwierigkeit dabei ist, daß der Jugendliche an ein zu kurzes Gummiseil gebunden ist. Im Festzelt spielt derweil "Souled Out".
Donnerstag, 30. Juli
Am Morgen wird die Lagerleitung um 6 Uhr unsanft geweckt. Das Telefon klingelt. Am Apparat der Fahrdienst, der bei Kaltbrunn auf einem Bauernhof steht und die bestellten 80 Liter Milch für's Frühstück holen will. Jedoch ist weit und breit kein Bauer und keine Milch zu sehen. Wie sich herausstellt, ist der Bauer mit der gesamten Milch nach Ravensburg zu Omira unterwegs. Ein anderer Bauer hilft mit 40 Litern aus. Der Rest wird durch eine Konstanzer Bäckerei über den Großhandel beschafft.
Am Vormittag beginnt die Lagerolympiade. Ideal dabei das trockene und warme Wetter. Das "verrückte Labyrinth" müssen die Jugendlichen erfolgreich durchlaufen. 100 Schneepfähle und fast 500 Meter Flatterband stellen das Labyrinth dar. Erstmals wird die "Jugendflamme", ein neuer Leistungstest abgenommen. Diese Abnahme wird durch den Einsatz beim Hotel "Mainaublick" vorübergehend behindert, da das LF 8 zum Einsatz muß.
Zum Abendessen werden 3200 Reibekuchen und 200 Kilogramm Apfelmus verspeist. Das Zeltlager wird offiziell eröffnet und die Flagge gehißt. Die Redaktion der Lagerzeitung tagt. Kurz vor Mitternacht setzt heftiger Regen ein.
Mittwoch, 29. Juli
Trockenes, warmes Wetter. Beginn der Schulferien. Am Nachmittag strömen die Jugendfeuerwehren zum Zeltlager. Das Tahuwabohu im Funk ist stundenlang zu hören. Als Ausweichkanal nutzen die anreisenen Gruppen den Kanal 494. Parkplätze werden vom Kombi "Florian Konstanz 5/19" angewiesen. Am späten Nachmittag stehen alle Zelte. Das Lagerfeuer ist entfacht; es wird rund um die Uhr brennen.
Eine Jugendfeuerwehr sagte wegen zu weniger Teilnehmer ab. Jetzt sind 29 JF vertreten. Zum Abendessen werden rund 600 panierte Schitzel ausgegeben. Die Lagerwache nimmt ihren Dienst auf. Die Nachwanderung beginnt um 22 Uhr und dauert bis gegen 23.30 Uhr. Ein Rundkurs von 5,5 Kilometern Länge ist abzulaufen. 26 Fragen sind zu beantworten. An einer Zwischenstation sind beim Schlauchspiel einige feuerwehrtechnische Aufgaben zu lösen.
Dienstag, 28. Juli
Das Wetter bleibt trocken. Die Markierungspfähle für die Zeltplätze stehen, ebenso die Schneefangzäune, die das Lager einrahmen. Am Abend treffen die ersten teilnehmenden Jugendfeuerwehren ein. Das THW besorgt die Stromversorgung. Das defekte Funkgerät für "Florian Zeltlager" wird ersetzt.
Montag, 27. Juli
Häufiger Regen stört beim Aufbau, drückt aber nicht auf die Stimmung. Das große Verpflegungszelt ist erstellt, ebenso wie die Zelte der Lagerleitung, das der DRK-Betreuung, das Material- und Wachzelt. Die Feuerstelle steht. Das Lagertelefon ist installiert.
Bis 26. Juli
Rund ein Jahr liefen die Vorbereitungen. Alle Züge haben Aufgaben übernommen. Die Verantwortlichen fanden ein Platz im Hockgraben neben dem Sportplatz des FC Konstanz. Sie beschlossen die Raumaufteilung und klärten die Parkplatzfragen. Kleinere Probleme wie den Abwasseranschluß konnten beseitigt werden.
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Vorbericht
Ein neuer Stadtteil entsteht
Höhepunkt des Jahres für die Jugendfeuerwehren im Landkreis ist immer das jährliche Zeltlager. Es verspricht für den Feuerwehr-Nachwuchs viel Sport, Spiel, Spaß und Spannung.
Vom Mittwoch, 29. Juli, bis zum Montag, 3. August, treffen sich rund 500 Jungen und Mädchen von 30 Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis. Dieses Jahr ist die Freiwillige Feuerwehr Konstanz der Ausrichter. Im Hockgraben wird neben dem Sportplatz des FC Konstanz für eine knappe Woche ein neuer Stadtteil entstehen.
Die technischen Vorbereitungen laufen schon seit der vergangenen Woche – die organisatorischen Planungen schon seit letztem Jahr. So mußte der Rasen gemäht, Anschlüsse für Trink- und Abwasser installiert und die Stromversorgung aufgebaut werden. Ein großes Zelt in dem die Jugendlichen, deren Betreuer und die zahlreichen Gäste bewirtet werden, errichten die Feuerwehrfrauen und -männer ebenso.
Jede Jugendfeuerwehr bringt zusätzlich ein eigenes Zelt mit, das sie selbst aufstellen muß. Oft wird der Eingang mit Zäunen, Blumen und Fahnen geschmückt; so gibt jede Gruppe seinem Vorgarten ein individuelles Erscheinungsbild.
Das festgelegte Tagesprogramm bietet neben gemeinsamen Veranstaltungen ausreichend Gelegenheit für eigene Unternehmungen. So stehen unter anderem eine Nachtwanderung, die Lagerolympiade, das Stadtspiel und eine selbst gestaltete Playback-Show auf dem Programm.
Für das leibliche Wohlergehen sorgen die Betreuungsgruppe des Deutsches Roten Kreuzes des Landkreises und die Kochgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz. Neben dem Frühstücksbüffet um halb Acht, werden die Jungen und Mädchen um 12 Uhr zum Mittagessen und um 18 Uhr zum Abendessen gerufen. Ein Arzt richtet regelmäßig Sprechstunden ein und ist steht zusätzlich auf Abruf bereit . Der Sanitätsdienst ist rund um die Uhr im Lager.
Besucher des Zeltlagers sind herzlich willkommen. Das Programm hängt am Eingang des Lagers, das von Schneefangzäunen eingerahmt wird.
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