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Einsätze 1999

31. Dezember - Zwei Klein-Brände
26. Dezember - Orkan "Lothar" tobte auch über Konstanz
23. Dezember - Herd angelassen
22. Dezember - Topf und Dunstabzug in Flammen
02. Dezember - Dachstuhlbrand am "Rio"
26. November - Wohnungsbrand in der "Ponderosa"
25. November - Frau lebensgefährlich verletzt
03. November - Brand in Korbwaren-Betrieb
12. Oktober - Topf auf Herd vergessen
30. September - Frau unter Auto
04. September - Mysteriöse Rauchentwicklung
30. Juli - Sporttaucher vermisst
29. Juli - Mann vor Litzelstetten ertrunken
17. Juli - Explosionsgefahr durch ausströmendes Gas
13. Juli - Wasserrettungseinsatz Stromeyersdorf
05. Juli - Brüllender Mann im Wasser
02. Juni - Schwimmerin vermisst
01. Juni - Matratze in Brand gesteckt
27. Mai - Mit Pulver gelöscht
26. Mai - Ölverschmutzung verursachte Stau
ab 21. Mai - Hochwasser !!!
19. Mai - Kohlendioxid-Löschanlage ausgelöst
14. Mai - Brand eines Whirlpools
08. Mai - Dachstuhlbrand beim ESV
27. April - Giftige Dämpfe nach Chemie-Unfall
19. April - Kühlschrank brannte nach Kurzschluss
07. April - Frittierfett brannte
02. April - Gartenhäuschen abgebrannt
01. April - Rauch ohne Feuer
25. März - Verpuffung in Kiosk
04. März - Aufgußgefäß in Brand
20. Februar - Brand im Verwaltungsgebäude
06. Februar - Brandstiftung auf Damentoilette
26. Januar - Bagger drohte zu versinken
25. Januar - Küchenbrand in Attikawohnung
24. Januar - Verdacht auf Brandstiftung in Kellerwohnung
21. Januar - Eine Person verletzt
06. Januar - Propangas-Flasche in Tonne gekühlt
05. Januar - Heizstrahler verdampfte Rigipsplatte
03. Januar - Rauchvergiftung bei Küchenbrand
02. Januar - Schwelbrand durch Trennschneiden
01. Januar - Brand auf Balkon
01. Januar - Dachstuhlbrand durch Feuerwerksrakete

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31. Dezember - Zwei Klein-Brände

Beginn der verstärkten Wachbereitschaft um 20 Uhr.

Gegen 23 Uhr gab es fast zeitgleich zwei Klein-Brände mit Containern bzw. Papierkörben. Die Brände wurden von den Besatzungen der Tanklöschfahrzeuge 6/29 und 6/21 gelöscht.

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26. Dezember - Orkan "Lothar" tobte auch über Konstanz

Der Orkan "Lothar" tobte sich auch über Konstanz aus. Nach einhelliger Meinung von Feuerwehrleuten dürfte dieser der folgenschwerste Sturm über Konstanz in diesem Jahrhundert sein.

Nachdem es schon den ganzen Vormittag recht windig war und in Schauern regnete, endete für zahlreiche Feuerwehrfrauen und -männer kurz vor Mittag die gemütliche Weihnachtszeit mit einem "Brandeinsatz Polizeipräsidium". Dort hatte man intensiven Rauchgeruch bemerkt. Jedoch konnte nach dem Eintreffen der Feuerwehr weder Rauch noch Feuer festgestellt werden. Der zu diesem Zeitpunkt noch merkliche Brandgeruch verflüchtigte sich dann mit dem heftigen Wind recht schnell.

Nach diesem Einsatz mussten die Feuerwehrleute sich übergangslos den immer zahlreicher werdenden Sturmschäden widmen. Insgesamt kamen durch "Lothar" rund 300 Einsätze (üblich sind sonst bei Stürmen rund 150 Einsätze!) auf die Freiwillige Feuerwehr Konstanz zu. Im Verlauf des Nachmittags mussten daher alle Löschbereich alarmiert werden. Gleich zu Beginn war auch das Technische Hilfswerk im Einsatz.

Hauptsächlich zu umgestürzten Bäumen und abgedeckten Dächern riefen die Hilfesuchenden die Feuerwehr. Aber auch Bauzäune, Gerüste, an Land im Winterlager stehenden Boote, Bus- und Toiletten-Häuschen, Schilder und dergleichen mehr nahmen Schaden. Personenschäden waren in Konstanz nicht zu verzeichnen.

Stab eingerichtet

Um den wie eine Sturmflut eintreffenden Meldungen Herr zu werden, richtete die Feuerwehrführung unter Kommandant Dieter Quintus einen Stab in der Feuerwache ein. Dazu räumte man den Stellplatz des "Sammy" (6/21) und stellte dort 4 Tische auf. Dort bewertete der Stellvertretende Amtsleiter Uwe Jordan die auf der Zentrale herausgereichten Computer-Ausdrucke nach Dringlichkeit, Art (Baum, Dach, etc.) und Löschbereich.

Der Stellvertretende Kommandant Peter Renker übernahm die Fahrzeugkoordination. Günter Wiggert war als Verbindungsmann vom THW anwesend. Mit einem von der Feuerwehr geliehenen Handy hielt er Kontakt zur THW-Unterkunft und koordinierte die Besatzungen und Fahrzeuge des THW. Die Zentrale war mit 5 (statt einem!) Angehörigen der Ständigen Wache besetzt. Sie nahmen die Anrufe entgegen, erfassten diese in den Einsatzleitrechner und hielten Kontakt über Funk zu den Fahrzeugbesatzungen. Da der Funk landkreisweit überlastet war, musste teilweise die Kommunikation über Handys erfolgen.

An Einsatzstellen mit Bäumen oder an Häusern mit sturmgeschädigten Dächern, die nicht sofort von Fahrzeugen mit geeignete Gerätschaften angefahren werden konnten, fuhren Zugführer vor Ort um eine qualifizierte Lagemeldung zu erhalten.

Die Verbindungsstraßen zwischen Wollmatingen und Dettingen und zwischen Dettingen und Dingelsdorf blieben gesperrt, als es für die Hilfskräfte zu gefährlich wurde, umgestürzte Bäume zu beseitigen. Bei Wollmatingen gefährdete zudem eine herabhängende Freileitung die Wehrleute. Lediglich die Straße zwischen Wallhausen und Dingelsdorf konnte wieder freigeräumt werden. Tags darauf begannen Forstarbeiter die betroffenen Straßen zu räumen. Am Dienstag konnten die Straßen wieder geöffnet werden.

Am Abend beruhigte sich die Situation. Nach der Verpflegung konnten die ersten Mannschaften nach Hause entlassen werden. Die beiden Drehleitern waren mit ihren Mannschaften bis gegen 2 Uhr im Einsatz. Um 5.30 war die "Technische Hilfeleistung Petershausen" alarmiert worden, um Bäume auf Straße zu beseitigen.

Einige Einsätze im Kurzüberblick

Mittags war bei Dingelsdorf ein Auto vom Sturm erfasst und von der Fahrbahn geschleudert worden. Der Versuch den Vorausrüstwagen (VRW, 6/50) an die Einsatzstelle zu bringen scheiterte wegen umgestürzter Bäume. Der Rettungsdienst konnte nur zu Fuß zu den Fahrzeuginsassen gelangen. Die Personen waren jedoch nicht eingeklemmt und nicht verletzt.

Der Brandmeister vom Dienst Arthur Löffler war mit dem Astra (3/10) zwischen zwei umgestürzte Bäumen eingekeilt. Feuerwehrkollegen befreiten ihn.

Ein Kaminbrand in Litzelstetten verlief glimpflich.

Im Buhlenweg, Freibürgleweg und in der Brandesstraße waren je ein Baum auf Häuser gestürzt. Feuerwehr, THW und der Autokran einer Privatfirma beseitigten das Holz. Es gab keine größeren Sachschäden an den Häusern.

Am Nachmittag traf aus dem Landkreis Baden-Baden eine Anfrage ein, ob Konstanz eventuell in der Lage sei, einen Löschzug (1/23, 1/33, 1/45, ELW) zur Unterstützung zu schicken. Zu diesem Zeitpunkt wäre dies vor allem wegen der Drehleiter nicht möglich gewesen. Auch am Abend blieb der Bedarf an Drehleiter-Einsätzen hoch, so dass dem Wunsch aus Baden-Baden nicht ohne weiteres entsprochen werden konnte. Das Ersuchen nahmen die Baden-Badener am Abend jedoch zurück.

Die zwei Drehleitern waren bis Dienstag tagsüber im Einsatz.

Eine Anfrage bei der Kreuzlinger Feuerwehr, ob deren Drehleiter eventuell zur Verfügung stände, verlief negativ. Auch unsere Nachbarn hatten mit "Lothar" ihre liebe Not.

Blick über den Feuerwehr-Horizont

Der Fährverkehr zwischen Konstanz und Meersburg war für mehrere Stunden eingesellt. Die Wellen waren teilweise 2 Meter hoch.

Einige Buslinien waren wegen durch Bäume blockierter Straßen behindert.

Kurze Stromausfälle im Bereich der Stadtwerke. Die Schäden an Freileitungen konnte n der Regel schnell ausgemacht und beseitigt werden.

Schäden gab es auch an der Straßenbeleuchtung, die bis Montag Abend wieder behoben wurden.

Bilanz

Nach Schätzungen des Staatlichen Forstamtes in Radolfzell sind durch den Orkan 3 000 Kubikmeter Holz im Konstanzer Spitalwald umgelegt worden. 2 000 Kubikmeter konnten bis April 2000 verkauft werden. Allerdings halbierte sich der Verkaufspreis auf 50 Mark pro Kubikmeter.

Da wegen der Holzmengen mehr Arbeiter und Maschinen eingesetzt wurden, entstanden große Kosten. Diese beliefen sich auf 221 000 Mark denen ein Ertrag von 216 000 Mark entgegenstanden. Erstmals machte die Spitalstiftung Konstanz mit ihrem Wald Verluste. Gewinne gab's 1999 mit 87 000 Mark und 1998 mit 110 200 Mark. (Quelle: Südkurier, 26.04.2000)

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23. Dezember - Herd angelassen

Im Wohnheim des Klinikums bemerkte eine Bewohnerin Rauch im Treppenhaus und alarmierte die Feuerwehr. Deren Zentralist alarmierte mit dem Stichwort "Unklare Rauchentwicklung".

Ein Trupp unter Atemschutz ging mit der Kübelspritze über das Treppenhaus zur Erkundung im 4. Obergeschoss vor. Kurz darauf war auch die Wohnung ausgemacht, in der sich auf einer angeschalteten Herdplatte ein Karton mit Weihnachtsutensilien und Kerzen befanden. Das Wachs dieser Kerzen verbreitete einen durchdringenden und stechenden Geruch, so dass die kleine Wohnung ohne kräftiges Lüften kaum wieder bewohnbar zu machen war.

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22. Dezember - Topf und Dunstabzug in Flammen

Gegen 15 Ur am Dienstag Nachmittag kam es in der Küche des Waldhaus Jakobs zu einem Brand. Offensichtlich hatte ein vergessener Kochtopf Feuer gefangen. Die Flammen griffen auch auf den Dunstabzug über. Beherzt löschte das Küchenpersonal den Brand mit einem Pulverlöscher.

Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz war durch einen automatischen Rauchmelder im Dachgeschoss verständigt worden. Erst kurz danach traf ein Notruf aus dem Waldhaus in der Feuerwehrzentrale in der Steinstraße ein. Der Rauch war aus der im Untergeschoss gelegenen Küche über das Treppenhaus nach oben gedrungen.

Feuerwehrleute kontrollierten nach ihrem raschen Eintreffen die Brandstelle. Insbesondere musste der Dunstabzug, der bis ins Dach führt überprüft werden, um eine Brandausbreitung auszuschließen. Mit einem Hochleistungslüfter trieben die Feuerwehrfrauen und -männer die Rauchschwaden aus dem Gebäude.

Zum Zeitpunkt des Brandes waren keine Gäste im Haus. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Ein Teil der Kücheneinrichtung muss jedoch ersetzt werden. Eine größere Reinigungsaktion wird durch den feinen Staub des Löschpulvers nötig werden.

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02. Dezember - Dachstuhlbrand am "Rio"

Der dritte große Brandeinsatz innerhalb einer Woche begann für die Freiwillige Feuerwehr Konstanz um 22.42 Uhr am Donnerstag Abend: Die Zentrale in der Steinstraße alarmierte die Löschbereiche Wollmatingen und Petershausen (2. Alarm) zu einem Dachstuhlbrand in der Fürstenbergstraße beim "Rio". Erste Schätzungen ergeben einen Sachschaden von über 200 000 Mark. Verletzt wurde niemand.

Als die ersten Mannschaften eintrafen, schlugen auf der Rückseite Flammen aus Fenstern einer Wohnung im ausgebauten Dachstuhl. Auf der zur Straße gewandten Seiten waren dicke schwarze Rauchwolken zu bemerken. Der Bewohner konnte zuvor leicht bekleidet vor den Flammen fliehen.

Auf der Rückseite nahm ein Atemschutztrupp den Kampf gegen die Flammen mit einem Strahlrohr aus dem Korb der Drehleiter auf. Weitere Leitungen verlegten die Feuerwehrleute durchs Treppenhaus: eine zur Rückseite, die beiden anderen auf einen Nachbarbalkon und direkt zur Brandwohnung.

Mit dem Monitor auf dem Tanklöschfahrzeug verhinderte die Feuerwehr erfolgreich eine Ausbreitung auf den Rest des Dachstuhls (Richtung Westen) und damit auf zwei weitere Wohnungen. Von der Straße weg unterstützte ein weiteres Strahlrohr die Löscharbeiten; ein Rohr lag im östlich gelegenen Nachbargebäude, das durch eine stabile Brandwand abgetrennt war, um sicher zu stellen, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreitet.

Da viel Atemschutzgeräte verwendet wurden, ließ Kommandant Dieter Quintus als Einsatzleiter den Gerätewagen Atemschutz anrücken. Vom Rüstwagen leuchteten Scheinwerfer die Einsatzstelle aus.

Quintus rechnete mit Glutnestern im Boden; daher ließ er zur Sicherheit den Brandschutt nach und nach in Absprache mit der Kriminalpolizei wegräumen und verdeckte Glutnester ablöschen. Diese Arbeiten dauerten bis zum Morgen.

In darunter liegenden Wohnungen ist mit Wasserschäden zu rechnen, die durch eine defekte Toilette und Löschwasser entstanden. Die Bewohner des Hauses fanden eine vorübergehende Unterkunft in einem benachbarten Hotel.

Über 50 Feuerwehrfrauen und -männer waren mit 10 Fahrzeugen im Einsatz. Ein Rettungswagen war ebenfalls an der Einsatzstelle. Über die Ursache ist noch nichts bekannt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

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26. November - Wohnungsbrand in der "Ponderosa"

Gerade 24 Stunden lagen seit dem letzten Brand in der Tägermoosstraße in Konstanz zurück, als am Abend, gegen 19.20 Uhr, erneut die Hilfsdienste wegen eines Brandes im Mühlenweg alarmiert wurden. Eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses - bekannt als "Ponderosa" - brannte völlig aus. Ein gehbehinderter Mann wurde von einem Polizeibeamten und einem Feuerwehrmann aus seiner verrauchten Wohnung gerettet.

Eine 67-jährige Frau wurde vorsorglich mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Klinikum eingeliefert, konnte dieses aber bereits am Sonntag wieder verlassen. Zwei weitere Hausbewohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen.

Wahrscheinlich kommt fahrlässige Brandstiftung als Brandursache in Betracht. Von zwei der Tat dringend verdächtigten Personen wurden aufgrund deren starken alkoholischen Beeinflussung Blutproben entnommen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 30 000 Mark. Das gesamte Anwesen wurde für die Dauer der Löscharbeiten geräumt. Sämtliche Hausbewohner konnten jedoch danach wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Feuerwehr war mit 45 Leuten (2. Alarm für Löschbereich Wollmatingen) im Einsatz. Auch das Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst waren mit starken Kräften vor Ort und betreuten die Bewohner während der Zeit der Löscharbeiten, bis diese wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.

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25. November - Frau lebensgefährlich verletzt

Als die Freiwillige Feuerwehr am Brandplatz in der Tägermoosstraße eintraf, schlugen aus den Fenstern einer Wohnung im dritten Geschoss eines Altbaus die Flammen heraus. Bewohner teilten mit, es befänden sich vermutlich noch Menschen in dieser und einer darüber liegenden Dachgeschosswohnung, die vom dichten Qualm bereits völlig eingehüllt war. Mehreren Trupps unter Schwerem Atemschutz gelang es daraufhin, drei Bewohner aus Feuer und Rauch über das Treppenhaus und die Drehleiter zu retten.

Wegen der massiven Menschenrettung ließ Einsatzleiter Dieter Quintus den Löschbereich in einem 2. Alarm zur Verstärkung alarmieren. Kurze Zeit nach der erfolgreich abgeschlossenen Menschenrettung konnte auch das Feuer in der Wohnung mit mehrere Strahlrohren unter Kontrolle gebracht und eine weitere Brandausbreitung verhindert werden.

Lebensgefahr

Eine 71-jährige Bewohnerin schwebte mehrere Tage lang in Lebensgefahr, zwei weitere Bewohner waren nur leicht verletzt. Notarzt und Rettungsdienst brachten sie ins Konstanzer Klinikum. Ein Feuerwehrmann, der entscheidend zur Rettung der Frau beigetragen hatte, erlitt aufgrund der hohen Anstrengung eine Kreislaufschwäche ("Burn out"). Mit dem Rettungswagen wurde er ebenfalls ins Klinikum gefahren. Jedoch konnte er am gleichen Abend nach Hause entlassen werden.

Die 71-Jährige bewohnte das Dachgeschoss und konnte noch rechtzeitig auf sich aufmerksam machen. Sie war vom giftigen Qualm in Sekundenschnelle eingeschlossen worden. Als die Feuerwehrleute sie fanden, war sie schon bewusstlos.

Ursache

Der Brand ist möglicherweise auf fahrlässige Brandstiftung zurückzuführen: Als die ersten Bewohner des von zahlreichen Einzelmietern bewohnten Hauses den Ausbruch des Feuers bemerkten, versuchte ein 35-jälrriger Mann gerade fluchtartig das Gebäude zu verlassen. Der von Schulden und Gerichtsbeschlüssen beschwerte Mann war gestern nach längerer Abwesenheit in sein Zimmer zurückgekehrt, um einige Dinge nachzusehen. Zunächst wollte der Vermieter ihn gar nicht mehr hineinlassen, gab aber später nach.

Im alkoholisierten Zustand sei er mit einer brennenden Zigarette im Bett eingeschlafen, gab der Tatverdächtige gegenüber den Polizeibeamten an. Verletzungen, die er selbst aufwies, scheinen diese Angaben zu bestätigen. Dank der Aussagen der Mitbewohner konnte die Polizei den Mann in der Nähe des brennenden Hauses ausfindig machen und vorläufig festnehmen.

Den fortgeschrittenen Brand in dem Gebäude aus der Jahrhundertwende hatte die mit etwa 40 Frauen und Männer angerückte Freiwillige Feuerwehr schnell im Griff. Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Stunden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 150 000 Mark.

Randbemerkungen

Probleme bereitete der "ruhende Verkehr". Die parkenden Autos standen ordnungsgemäß auf den gekennzeichneten Flächen. Jedoch war der verbleibende Raum für den Einsatz der Drehleiter knapp bemessen. So mussten drei Feuerwehrmänner zur Rettung der in Lebensgefahr schwebenden Frau von der Leiter herabspringen. Da es jedoch keinen anderen Platz gab, suchten sie sich als "Landefläche" einen Audi 100 aus: einer sprang auf den Kofferraumdeckel, der zweite in die Heckscheibe und der dritte schlussendlich auf das Dach. Damit war das Auto nur noch Schrott wert.

Der Schaden von rund 5 000 Mark blieb an der Feuerwehr hängen: Wie die Versicherung fest stellte, hatten die Feuerwehrler richtig gehandelt. Der Versicherer träte nach eigenen Angaben nur dann für den Schaden ein, wenn ein Fehlverhalten der Feuerwehr vorgelegen hätte. Auch der Versuch die Kosten ganz oder teilweise auf das Rechts- und Ordnungsamt umzulegen scheiterten. Dieses stellte zu Recht fest, dass die Stellplätze ordnungsgemäß ausgewiesen sein. Auf Wunsch der Anwohner waren vor Jahren die Stellplätze schräg angeordnet worden.

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03. November - Brand in Korbwaren-Betrieb

Am Mittwoch Abend kam es in Allmannsdorf nahe der Kirche kurz nach 20 Uhr zu einem Brand in einem Betrieb, der Korbwaren herstellt und vertreibt. Das Feuer war in der auch als Lager- und Produktionsstätte genutzten Tiefgarage ausgebrochen.

Schon bei der Anfahrt der ersten Hilfskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz konnten diese in der "Dreherkurve" dichten Rauch wahrnehmen. Bei der Ankunft schlugen den Feuerwehrleuten die Flammen aus dem geöffneten Garagentor entgegen. Erste Löschversuche durch den Sohn des Hauses - selbst Feuerwehrmann - mit einem Feuerlöscher blieben wegen der heftigen Flammen vergebens, die wegen der dort gelagerten Weide reichlich Nahrung fanden.

Atemschutz-Geräteträger nahmen den Brandherd von zwei Seiten mit drei Strahlrohren in die Zange und verhinderten erfolgreich eine weitere Brandausbreitung. Nach einer knappen Viertel Stunde konnte Einsatzleiter Arthur Löffler "Brand unter Kontrolle" an die Zentrale in der Steinstraße melden. Die Nachlöscharbeiten nahmen über eine Stunde in Anspruch.

Es kam zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen in der Mainaustraße. Durch die große Hitze ist stellenweise Betonverschalung von der Garagendecke geplatzt. Ein abgestelltes Auto erlitt offensichtlich Totalschaden. Darüber liegende Wohnungen waren verraucht. Der Sachschaden liegt bei über 80 000 Mark.

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12. Oktober - Topf auf Herd vergessen

Ein vergessener Topf mit unbekanntem Inhalt auf einem Herd war am Dienstag gegen 11.45 Uhr Anlass für einen Einsatz der Feuerwehr. Als die Feuerwehrleute an der Einsatzstelle in der Schneckenburgstraße ankamen, entdeckten sie dicken schwarzen Qualm in einer Erdgeschosswohnung. Unter Atemschutz verschafften sie sich gewaltsam Zutritt zu der verlassenen Wohnung, löschten rasch das Feuer in der Küche und belüfteten die Räumlichkeiten. An Wohnung und Inventar entstand erheblicher Sachschaden.

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30. September - Frau unter Auto

Am Vormittag wurde in der Wiesenstraße eine Frau von einem ausparkenden Auto überfahren. Sie kam dabei vollständig unter dem Wagen zu liegen. Die Feuerwehr befreite die Frau indem sie mittels Hebekissen das Fahrzeug anhob. Der Rettungsdienst brachte die Frau in Klinikum.

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04. September - Mysteriöse Rauchentwicklung

Am Vormittag alarmierte die Zentrale den Löschbereich Altstadt: "Rauchentwicklung im Dachstuhl, Brüelstraße". Eine Nachbarin hatte Qualm bemerkt, der aus Dachluken drang. Die Ersterkundung durch die Ständige Wache ergab im südwärts gelegenen Teil des Dachstuhl eine deutlich sichtbare Rauchentwicklung.

Als Quelle machte die Wache einen abgehängten Kamin aus, aus dem es qualmte. Nach dem Geruch musste vor kurzem Papier oder Pappkarton gebrannt haben. Kurze Zeit später hörte das Nachströmen des Rauches auf. Einsatzleiter Klaus Menge veranlasste eine Erkundung im Keller und in den in Frage kommenden Wohnungen. Jedoch konnte dort keine Ursache entdeckt werden. Ein Kabelbrand blieb nach eingehender Erkundung ausgeschlossen.

Klaus Menge ließ Hausverwaltung und den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister Ludger Kremer verständigen. Nach Prüfung mit einer Sonde durch Schornsteinfegermeister Michael Satzger stand fest, dass Papier in dem außer Betrieb gesetzten Kamin verbrannt worden war. Vertreter der Hausverwaltung und eine Hausbewohnerin äußerten Verdachtsmomente gegen einen Hausbewohner. Der Verdacht konnte jedoch nicht abschließend erhärtet werden.

So wird dieser Einsatz unter der Rubrik der "Mysteriösen Ursachen" in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz eingehen.

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30. Juli - Sporttaucher vermisst

Am späten Freitag Abend mussten Feuerwehr und DLRG wegen eines vermissten Tauchers im Seerhein ausrücken. Wie sich kurz nach dem Eintreffen der Rettungskräfte heraus stellte, waren kurz zuvor zwei Sporttaucher beim "Neptun" zu einem "Nachttauchgang" ins Wasser gestiegen; dabei verloren sie unter Wasser den Kontakt zueinander. Einer der beiden stieg am Neptun wieder an Land und alarmierte. Rettungskräfte fanden seinen Kollegen wenige Minuten später beim Taubenhaus am Webersteig, wo er unversehrt aus dem nassen Element stieg.

Feuerwehr-Einsatzleiter Klaus Menge kritisierte das leichtsinnige Verhalten der beiden Sporttaucher. Menge - selbst erfahrener Rettungstaucher - wies auf die einschlägigen Empfehlungen der "Arbeitsgemeinschaft Sicheres Tauchen am Bodensee" hin: Taucher sollten unbedingt mittels Leinen verbunden bleiben. Nur so könne man sich gegenseitig bei den geringen Sichtweiten unter Wasser zuverlässig wiederfinden und bei einer Gefahr helfen, mahnte Menge.

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29. Juli - Mann vor Litzelstetten ertrunken

Gegen 17 Uhr am Donnerstag nachmittag ertrank vor Litzelstetten ein 70jähriger Mann im Bodensee. Er hatte sich von einem Boot aus zum Schwimmen ins Wasser begeben. Offensichtlich wegen eines Schwächeanfalls konnte er das rettende Boot nicht mehr erreichen.

Die alarmierten Rettungstaucher der DLRG und die Feuerwehr waren rasch an der Unglücksstelle. Jedoch konnte erst die Besatzung des ebenfalls alarmierten Rettungshubschraubers den Mann leblos im Wasser treibend entdecken. Vom Hubschrauber sprang sofort ein Rettungstaucher ab, um den Mann zu retten. Trotz der unverzüglich am Ufer eingeleiteten Wiederbelebung durch Notarzt und Rettungsdienst konnte der Mann nicht gerettet werden.

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17. Juli - Explosionsgefahr durch ausströmendes Gas

Gasalarm am Samstag gegen 15.30 Uhr in dem Haus an der Ecke Bahnhofplatz/Bodanstraße. Polizei und Feuerwehr veranlaßten wegen Explosionsgefahr die Räumung des Anwesens. Zur Sicherheit sperrte die Polizei die betroffenen Straßen. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Zugverkehr mußte allerdings nicht eingestellt werden. Bauarbeiter hatten bei der Renovierung im Gebäude eine unter Druck stehende Gasleitung angebohrt.

Die ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz stellten schon auf der Straße starken Gasgeruch fest. Das Zischen des ausströmenden Erdgases war in weiten Teilen des Hauses zu hören, so daß das Leck rasch aufzuspüren war, berichtete Feuerwehrmann Klaus Wehner. Für den Fall einer Explosion ließ Einsatzleiter Hans-Jürgen Oexl Löschmannschaften unter Atemschutz und mit ausreichend Wasser bereitstellen.

Gefahr gebannt

Nachdem die Bereitschaftsdienste für Gas und Elektrizität der Stadtwerke die kritischen Zuleitungen abgestellt hatten, war die größte Gefahr beseitigt. Das im Haus ausgeströmte Gas konnte durch Öffnen der Fenster entlüftet werden. In die Wohnung im zweiten Obergeschoß drang die Feuerwehr über die Drehleiter durch ein geöffnetes Fenster ein. Im dritten Obergeschoß mußte von ihr eine Türe aufgebrochen werden. Anschließende Messungen mit Explosionswarngeräten ergaben keine kritischen Werte mehr.

Die Straßensperrungen am Bahnhofplatz, in der Bodanstraße, Sigismundstraße und Bahnhofstraße hob die Polizei nach rund zwei Stunden vollständig auf. Sie hatte den Verkehr am Schnetztor und am Brückenkopf Nord der Alten Rheinbrücke weiträumig umgeleitet. Verletzte gab es keine. Neben Polizei und Bundesgrenzschutz war auch ein Rettungswagen vor Ort. Wie die Polizei mitteilte, waren 20 Beamte vom Festival "Rock am See" vorübergehend herausgelöst worden.

Die Feuerwehr war mit den Fahrzeugen 6/21 (TLF 16/24-Tr), 56 (GW-AS-Meß), 1/45 (LF 16-TS), 1/10 (Kommandowagen, ehemalig ELW 1: 1/11), 3/10 (Kommandowagen des BvD, ehemalig: 3/11), 1/23 (TLF 16/25 mit wassergetriebenen Belüftungsgerät), 6/33 (DLK 23/12 CC), 6/29 (TLF 1100 mit Spezialwerkzeug). Alarmiert wurde zuerst der Löschbereich Altstadt. Die Technische Hilfe Petershausen mußte nicht - wie ursprünglich von Einsatzleiter Oexl geplant - alarmiert werden, da sich Mannschaft in der Feuerwache aufhielt, die die Drehleiter an die Einsatzstelle bringen konnte. Schließlich wurde Wachalarm ausgelöst, damit die Hauptamtlichen die Feuerwache besetzten.

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13. Juli - Wasserrettungseinsatz Stromeyersdorf

(thn) Drei junge Männer stahlen gegen 2.45 Uhr auf dem Gelände einer am Seerhein gelegenen Bootswerft einen motorbetriebenen Jet-Ski. In der Rheinmitte kenterten sie mit diesem. Einer der Männer konnte sich schwimmend an das rechtsrheinische Ufer retten. Die beiden anderen - Nichtschwimmer(!) - hielten sich an einem Fender fest und riefen um Hilfe.

Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr (Ölwehr) und die Rettungstaucher der DLRG begannen kurze Zeit später die Suche auf dem Seerhein vom Ufer am Stromeyersdorf aus. Parallel dazu suchten die Polizei und der Bundesgrenzschutz (BGS) entlang des Ufers. Bereits nach kurzer Zeit war klar, daß die beiden vermißten Männer von einem Fischer auf der anderen Rheinseite gerettet wurden. Den gesunkenen Jet-Ski barg die Mannschaft des Mehrzweckbootes (MZB) vor der Mündung des Saubachs. Das MZB war mit dem GW-T an das Taubenhaus am Webersteig gebracht und dort ins Wasser gelassen worden.

Doppeltes Pech hatte einer der Männer: Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor; er wurde gleich von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Den Einsatz beendeten die Hilfskräfte gegen 4 Uhr. Im Einsatz waren das Feuerlöschboot (78), der GW-T (6/55-1) mit MZB, der GW-Wasserrettung (6/58) mit Schlauchboot, zwei MTW (6/19, 1/10) sowie Boote und Fahrzeuge der DLRG, die Polizei und der BGS.

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05. Juli - Brüllender Mann im Wasser

Gegen 20 Uhr rief ein Mann im Wasser vor dem Stadtgarten beziehungsweise vor der Seestraße um Hilfe. Passanten alarmierten Feuerwehr, die Rettungstaucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und die Wasserschutzpolizei (Wapo). Schon wenige Minuten später konnte die Wapo den Mann auffischen. Nach einer kurzen Befragung war sicher, daß es sich um den Gesuchten handelte. Daraufhin konnten die Mannschaften die Suche abbrechen und einrücken.

Passanten war schon gegen 19.45 Uhr ein Mann aufgefallen, der brüllend die Seestraße entlang lief und Leute dort erschreckte, sie jedoch nicht angriff. Vermutlich handelt es sich dabei um den selben Mann.

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02. Juni - Schwimmerin vermißt

Hilfe für zwei lebende Mumien

Alarm für Rettungstaucher, Feuerwehrleute und den Rettungshubschrauber: Mindestens eine Schwimmerin ist vermisst. Hubschrauber- und Tauchermannschaften beginnen mit der Suche. Plötzlich stehen zwei wandelnde Mumien vor den Rettern. Nach kurzem Augenschein werden die beiden als lebende Männlein und Weiblein erkannt; es sind die beiden Vermissten.

Schnell werden die Umstände ihres Verschwindens geklärt. Noch vor dem Sturm waren die beiden Studenten nackt zur nahen Insel Mainau geschwommen. Dort überraschte sie der Gewittersturm. Der Rückweg durchs Wasser war damit abgeschnitten. In einer nahegelegenen Toilette suchten sie im Adamskostüm Schutz. Wie aber nackt über die Brücke zum Festland gelangen, ohne zum öffentlichen Ärgernis zu werden? Der Handtuchspender erwies sich als Retter in de Not: rasch bauten sie das zu Rollen aufgewickelte Linnen aus. Kunstvoll wie weiland die Ägypter ihre Toten umwickelten die Schwimmer ihre Blößen. So getarnt traten sie über den Landweg den Rückweg an. "Hochnotpeinlich" sei's ihnen gewesen, berichtete lachend ein Feuerwehrler, froh darüber, dass eine ernste Angelegenheit ein lustiges Ende genommen hatte.

Getäuscht

Das Feuerlöschboot "LBD Heinz Schäfer" ist auf dem Weg von seinem derzeitigen Liegeplatz bei der "Imperia" zu einer vermissten Schwimmerin bei der Insel Mainau. Unterwegs gewahrt die Mannschaft ein umher treibendes Surfbrett. Unweit davon sichten die Mannen einen Schwimmer, der heftig winkt. Da weit und breit kein anderes Fahrzeug in Sichtweite ist, nimmt das Feuerlöschboot Kurs auf den Hilfesuchenden. Nahe herangekommen, ist kein Schwimmer da. Dafür treibt ein großer Baumstamm in den stürmischen Wellen. Ein Ast, hatte sich Hilfe erheischend gen Himmel gereckt; durch die schaukelnden Bewegungen war der Eindruck eines winkenden Armes entstanden. Der Umweg hatte glücklicherweise keine nachteiligen Folgen, da kurz darauf der eigentliche Einsatz abgebrochen wurde. Surfbrett und Baum schleppte das Feuerlöschboot zum Hafen, wo beide jetzt auf ihre Eigentümer warten.

Der Hausmeister des Sportgeländes der Universität entdeckte am Abend gegen 18.30 Uhr beim Wassersportgelände in Egg Kleidungsstücke. Wie ihm berichtet wurde, war kurze Zeit zuvor eine Schwimmerin ins Wasser gestiegen und vom Ufer nicht mehr zu sehen. Da inzwischen der Gewittersturm losgebrochen war, verständigte der Hausmeister die Freiwillige Feuerwehr. Daraufhin alarmierte der Zentralist in der Steinstraße die DLRG-Rettungstaucher und die Ölwehr - Besatzungen Feuerlöschboot (FLB) und Mehrzweckboot (MZB). Auch der Rettungshubschrauber aus Friedrichshafen machte sich auf den Weg nach Konstanz, um dort zwei Taucher aufzunehmen.

Die Rettungstaucher wollten gerade mit einer Suchkette aus sechs Tauchern eine systematische Suche auf dem Seegrund beginnen, als zwei Personen auftauchten und sich als die Vermissten zu erkennen gaben. Die näheren Umstände ihres "Verschwindens" können in nebenstehendem Kasten nachgelesen werden. Am Rande sei ein weiteres Ärgernis erwähnt: Beim Wassern des MZB im Staader Fährhafen kam es wegen falsch geparkter Autos zu Behinderungen. Der Maschinist des 18 Metern langen Gespanns aus Gerätewagen Transport (GW-T, 6/55-1) und Trailer mit MZB musste erst einige Zeit das Martinshorn ununterbrochen ertönen lassen, bevor die Fahrer zu ihren Autos kamen, um diese zu entfernen.

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01. Juni - Matratze in Brand gesteckt

Rasch löschte am Dienstag abend die Werkfeuerwehr des Zentrums für Psychiatrie einen Brand in der geschlossenen Station (Haus 7). Ein Patient hatte in einem Raum im Erdgeschoß eine Matratze in Brand gesteckt. Wegen der starken Rauchentwicklung mußte zur Sicherheit ein Gebäudeteil geräumt werden. Das umsichtig handelnde Personal versammelte alle Bewohner im vom Rauch nicht betroffenen Ostflügel im Aufenthaltsraum. Verbrennungen zweiten Grades an einer Hand zog sich ein Feuerwehrmann bei den Aufräumarbeiten zu.

Vier Werkfeuerwehrleute unter Atemschutz suchten im Rauch nach Personen und löschten mit einem Strahlrohr rasch die Flammen. Mit einem Elekrolüfter bliesen die Feuerwehrler den stinkenden Qualm nach draußen, so daß nach rund zwei Stunden alle übrigen Räume ohne Geruchsbelästigung wieder bewohnbar waren. Nur im vom Brand direkt betroffenen Raum entstand Sachschaden, dessen Höhe noch nicht bekannt ist. Die ebenfalls alarmierte Freiwillige Feuerwehr Konstanz baute eine zusätzlich Löschleitung auf, die jedoch nicht mehr benötigt wurde. Später berichteten die Patienten, daß sie sich trotz des Brandes sicher gefühlt hätten, da die Feuerwehr sehr schnell vor Ort gewesen sei.

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27. Mai - Mit Pulver gelöscht

Am Donnerstag nachmittag brannte es gegen 13.45 Uhr in einem Chemie-Labor der Universität. In einem sogenannten "Kolben", in dem chemische Reaktionen ablaufen, hatte es zu brennen begonnen. Die Freiwillige Feuerwehr und die Betriebsfeuerwehr der Universität löschten den Brand rasch. Sie verhinderten erfolgreich eine Brandausbreitung auf den gesamten Laborraum.

Ein erster Löschversuch mit Kohlendioxid gelang nicht. Erst durch den Einsatz eines Pulverlöschers ließen sich die Flammen ersticken. Der Stoff, der hierbei in Flammen aufging, ist ungiftig und nicht mit Wasser löschbar.

Um eine Gefährdung von Personen auszuschließen, wurde das Gebäude L teilweise geräumt. "Da kommen wir morgen wieder in der Zeitung", kommentierte eine Frau den Vorfall auf dem Weg nach unten in die Sicherheit.

Die Ebene L8 wurde anschließend gut gelüftet. Nachdem die Rauchschwaden abzogen waren, konnten die Uni-Angehörigen wieder an ihre Forschungsstätten zurückkehren.

Die Ursache des Brandes und die Höhe des Sachschadens sind nicht bekannt. Da sich der sehr feine Löschpulver - er ist dem Backpulver sehr ähnlich - in alle Ritzen verteilt, dürfte es zumindest eine größere Reinigungsaktion gegeben haben.

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26. Mai - Ölverschmutzung verursachte Stau

Wegen einer Ölspur, die von der Eisenbahnbrücke am Sternenplatz bis zur alten Hauptpost reichte, kam es am frühen Mittwoch abend zu größeren Verkehrsbehinderungen auf den Hauptverkehrsstraßen. Damit die Feuerwehr die Verschmutzung beseitigen konnte, sperrte die Polizei eine Spur auf der Alten Rheinbrücke und die Konzilstraße in Richtung Bahnhof. Die Polizei leitete den Verkehr über die Laube um. Lediglich Linienbusse, die vorsichtig fahren mußten, ließ die Polizei durch. Mit einer Kehrmaschine nahmen die Feuerwehrleute das ausgestreute Ölbindemittel auf. Ein Motordefekt an einem französischen Reisebus hatte zu der Panne geführt.

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ab 21. Mai - Hochwasser

Extra-Seite A C H T U N G : Lange Ladezeit!!!

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19. Mai - Kohlendioxid-Löschanlage ausgelöst

Kurz nach 17.30 Uhr löste im Gebäude L (Chemie) der Universität Konstanz die Kohlendioxid-Löschanlage aus. Das erstickende Gas strömte in einen Technik-Schacht, wo es im Ernstfall einen Brand löschen soll. Die Freiwillige Feuerwehr erkundete den Schacht; sie konnte jedoch keinen Brand feststellen. Auf der Rückfahrt zur Feuerwache erreichte die Feuerwehrleute ein Notruf der Universitäts-Leitwarte: Ein Techniker wurde vermißt. Dies stellte sich aber bei einer rasch eingeleiteten Suchaktion als Fehlinformation heraus.

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14. Mai - Brand eines Whirlpools

Beim Brand in einem Privatclub in der Gottlieb-Daimler-Straße entstand gegen 10.30 Uhr ein Sachschaden von rund 10 000 Mark. Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz löschte die Flammen rasch mit wenigen Litern Wasser aus einer Kübelspritze. Eine vorsorglich aufgebaute C-Leitung kam nicht mehr zum Einsatz.

Mit dem Lüfter des TLF 16/25 (Stadt, 1/23) wurde der stinkende Rauch aus den Räumlichkeiten geblasen. Da der Lüfter des eingesetzten LF 16 (6/44) derzeit repariert wird, mußte das Fahrzeug aus der Schulthaißstraße geholt werden.

Vermutlich durch einen Kurzschluß war es an der Elektrik eines Whirlpools zu dem Brand gekommen, der auch auf eine Holzverkleidung übergriff. Verletzt wurde niemand.

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08. Mai - Dachstuhlbrand beim ESV

Zersörter Eingang
Gewaltsam mußte sich die Feuerwehr den Zutritt verschaffen.

Bei einem Dachstuhlbrand im Vereinsheim des Eisenbahner Sportvereins (ESV) in der Hafenstraße gab es nach Polizeiangaben einen Sachschaden zwischen 100 000 und 200 000 Mark. Die Feuerwehrleute aus den Löschbereichen Altstadt und Petershausen konnten durch ihren schnellen Einsatz den überwiegenden Teil des Daches retten.

Auf der Steckleiter
Von einer Steckleiter aus versucht ein Feuerwehrmann die Decke mit der Axt zu öffnen.

Die Zentrale der Freiwilligen Feuerwehr hatte um 0.50 Uhr in der Nacht auf Samstag einen Notruf der Polizei erhalten: Beim ESV solle es brennen. Als die ersten Kräfte eintrafen, schlugen Flammen aus dem mittleren Teil des Dachstuhls. Ein Strahlrohr setzten die Feuerwehrler unter Atemschutz im Innenangriff ein. Dazu mußten sie zuerst über eine Steckleiter ins erste Obergeschoß klettern. Mit dem Wenderohr, das an den Korb der Drehleiter montiert wird, löschten sie die Flammen von außen.

Zwischenzeitlich war der Strom in den Oberleitungen der nahen Bahngleise abgeschaltet. An den Gleisen war ein Löschangriff zur Rückseite des Vereinsheims geplant worden, der jedoch nicht mehr zur Ausführung kam.

Nach einer knappen Dreiviertel Stunde meldete Einsatzleiter Klaus Menge "Feuer in Gewalt" - eine Ausbreitung des Feuers war damit nicht mehr zu erwarten. Nur sehr geringer Wasserschaden an der Decke des Erdgeschosses entstand durch den behutsamen Umgang mit Löschwasser. Nach rund drei Stunden waren die letzten Glutnester gelöscht. Mit einer Plane deckte die Feuerwehr das offene Dach ab. Nach fünf Uhr kontrollierte die hauptamtliche Wache nochmals die Einsatzstelle.

Probleme mit dem Eisenbahnverkehr gab es nicht, da bei der Bahn die Nachtruhe schon begonnen hatte. Da die Hafenstraße zeitweise gesperrt war, wurde der Grenzübergang Klein-Venedig kurzfristig für die Ausreise in die Schweiz geöffnet.

Blick auf Verteiler
Vom mittleren Anschluß der Verteilers führt die B-Leitung zum Wenderohr im Korb der Drehleiter. Das 1. Rohr wurde im Innenangriff eingesetzt.

Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Polizei nahm die Ursachenermittlung auf und beschlagnahmte das Gebäude. Zur Zeit wird der Dachstuhl renoviert und daher dort nichts gelagert. So hat die geringe Brandlast zum schnellen Löscherfolg beigetragen.

Feuerwehrkommandant Dieter Quintus kritisierte die Bauweise des Daches. Die Blechverkleidung erschwere es erheblich, das Dach zu öffnen: So sei es mühsam, an Glutnester heranzukommen. Auch gebe es einen enormen Hitzestau im Dachstuhl, was für die mit Atemschutz ausgerüsteten Wehrleute zusätzliche Schwierigkeiten brächte.


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27. April - Giftige Dämpfe nach Chemie-Unfall

Extra-Seite

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19. April - Kühlschrank brannte nach Kurzschluß

Am Montag abend kurz vor 22.30 Uhr riefen Mieter einer Erdgeschoß-Wohnung in der ehemaligen Jäger-Kaserne (Steinstraße, Zufahrt über Conradin-Kreutzer-Straße) die Freiwillige Feuerwehr um Hilfe. In ihrer Küche hatte es offensichtlich einen Kurzschluß an einem Kühlschrank gegeben. Aufsteigender Rauch hatte die Bewohner erschreckt, worauf sie umgehend die Feuerwehr über Notruf 112 alarmierten. Die kurze Zeit später eintreffenden Feuerwehrleute löschten unter Atemschutz das Feuer: drei Stöße aus dem tragbaren Hochdrucklöscher genügten, um die Flammen am Mobiliar und der hölzernen Wandverkleidung zu löschen, so daß eine Brandausbreitung rasch verhindert wurde. Mit einem wassergetriebenen Lüfter bliesen die Wehrleute anschließend den Rauch aus der Wohnung. Den zerstörten Kühlschrank setzten sie an die frische Luft. Ein C-Rohr aus dem Wandhydranten mußte nicht mehr eingesetzt werden. Das Gebäude ist mit einer - unter Druck stehenden - "nassen" Steigleitung versehen. Der Sachschaden beträgt rund 10 000 Mark. Verletzt wurde niemand.

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07. April - Frittierfett brannte

Frittierfett, das eine Frau in einem Hinterhaus in der Markgrafenstraße auf ihrem Herd vergessen hatte, ging kurz nach 16 Uhr in Flammen und Rauch auf. Der Rauch rief dann prompt die Freiwillige Feuerwehr auf den Plan. Feuerwehrleute drangen rasch in die Küche ein und nahmen den qualmenden Topf von der heißen Schnellkochplatte und verhinderten damit erfolgreich eine Brandausbreitung. Jedoch hatten sich in der Zwischenzeit Wände und Decken schwarz eingefärbt. Auch waren einige Kacheln von einer Wand abgeplatzt. Der Sachschaden beträgt rund 3 000 Mark. Verletzt wurde niemand.

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02. April - Gartenhäuschen abgebrannt

Gegen 5.45 Uhr brannte am Morgen des Karfreitag eine Gartenhütte beim Löwernweg. Als die ersten Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz eintrafen, stand die Hütte schon im Vollbrand. Ein Nachbar hatte zuvor einen Feuerschein gesehen und die Feuerwehr-Zentrale in der Steinstraße über Notruf 112 informiert.

Drei Propangasflaschen bedeuteten eine erhöhte Gefahr für die eingesetzten Feuerwehrleute. Glücklicherweise kam es zu keiner Explosion. Atemschutztrupps löschten die Flammen mit zwei Strahlrohren. Da das Wasser aus dem 2 400 Liter fassenden Tank des ersten Löschfahrzeuges (TLF 16/24 Tr, 6/21) nicht ausreichte, kam der Abrollbehälter Wasser mit 6 000 Litern Inhalt zum Einsatz, da kein Hydrant in der Nähe der Brandstelle ist. Der Tank des TLF wurde nochmals gefüllt und rund ein Kubikmeter Wasser entnommen. Die Nachlöscharbeiten zogen sich wegen des umfangreichen Isoliermaterials mit dem das Häuschen ausgekleidet war bis gegen acht Uhr hin.

Alarmiert wurden der Löschbereich Wollmatingen (LF 8, 7/41 und MTW, 7/19) und zur Unterstützung mit dem Wechselladerfahrzeug (WLF, 6/65) mit AB Tank die Technische Hilfe Petershausen.

Die Höhe des Sachschadens beträgt rund 15 000 Mark. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

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01. April - Rauch ohne Feuer

Kurz nach zwölf Uhr Rauchentwicklung in einer Tiefgarage der Petershauser Straße. Eine Nachbarin meldete dies über Notruf. Eine erste Erkundung ergab tatsächlich, daß starke Rauchschwaden aus der Tiefgarage hervorquollen. Atemschutztrupps suchten zwischen den abgestellten Autos und in Nebenräumen nach dem Feuer. Auch nach längerer Suche konnte dieses nirgends gefunden werden. Zwischenzeitlich hatte eine "Geruchsprobe" ergeben, daß es nach verbranntem Papier roch. Trotz dieser Erkenntnis ließen sich keine Brandreste entdecken. Als sich nach einiger Zeit die letzten Rauchschwaden von selbst verzogen hatten, rückte die Feuerwehr wieder ein.

Etwa zwei Stunden später meldete sich eine Bewohnerin telefonisch in der Feuerwache. Kinder hätten ihr erzählt, daß beim Spielen in einem Fahrradkorb, der auf dem dazugehörenden Rad montiert war, "eine Handvoll Papier" angezündet worden war. Die gefundene geringe Menge Papierasche bestätigte dies. Die Lehre, die die Feuerwehr daraus zieht, lautet somit: Nicht nur auf dem Boden nach Brandnestern suchen, sondern den Blick durchaus einmal in höhere Regionen schweifen lassen ...

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25. März - Verpuffung in Kiosk

Kurz vor Mitternacht in der Nacht auf Freitag brannte es in einem Imbiss-Kiosk beim Hauptzoll. Beim Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr war kein offenes Feuer zu sehen, jedoch hatte man vorher beim Zoll Flammen im Kiosk bemerkt. Nachdem ein Feuerwehrmann eine Glastüre eingeschlagen und durch diese mit einem Atemschutzgerät eingedrungen war, konnte er nur Rauch feststellen; Flammen oder Glut konnte er keine mehr entdecken. Feuerwehrleute lüfteten die Räume, Messungen mit einem Explosionswarner ergaben keine kritischen Werte.

Einsatzleiter Peter Renker vermutet, daß sich im Inneren eine Verpuffung ereignet hat und durch die Sauerstoffzehrung die Flammen sofort erlöschten. Jedoch ist das Innere des vor kurzem renovierten Kiosks durch Hitze und Rauch verwüstet. Der Sachschaden wird auf mindestens 50 000 Mark geschätzt. Von Anfang an ging die Kriminalpolizei von Brandstiftung aus. Vermutlich ist das Feuer im Inneren des Kiosks gelegt und Benzin als Brandbeschleuniger verwendet worden. Unter dringendem Tatverdacht wurde ein 51jähriger Türke festgenommen.

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04. März - Aufgußgefäß in Brand

Ein hölzernes Aufgußgefäß hatte gegen 16.45 Uhr am Donnerstag nachmittag im Siedlerweg in Egg Feuer gefangen. Ein Atemschutztrupp der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz löschte rasch mit einem C-Strahlrohr die Flammen, so daß der Sachschaden gering blieb. Das Gefäß war offensichtlich auf einem angeschalteten Saunaofen vergessen worden und hatte, als keine Flüssigkeit mehr darin war, Feuer gefangen.

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20. Februar - Brand im Verwaltungsgebäude

Bei einem Brand im Verwaltungsgebäude des Klinikums Konstanz entstand nach Schätzungen der Polizei am Samstag morgen ein Sachschaden von rund 80 000 Mark. Kurz nach 6 Uhr war die Freiwillige Feuerwehr Konstanz zur ehemaligen Frauenklinik alarmiert worden. Durch Hitze und Rauch wurde ein Büroraum schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehrleute unter Schwerem Atemschutz hatten den Brand mit einer Kübelspritze rasch unter Kontrolle. Nachlöscharbeiten mit einem C-Rohr und Belüftung des verrauchten Gebäudes nahmen längere Zeit in Anspruch, so daß die Einsatzkräfte erst nach über einer Stunde in die Feuerwache zurückkehren konnten. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist unbekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Parallel dazu mußten weitere Feuerwehrkräfte zum Konzil ausrücken. Dort hatte die automatische Brandmeldeanlage wegen einer Störung alarmiert.

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06. Februar - Brandstiftung auf Damentoilette

Klopapier in Brand gesetzt - Feuerwehr half schnell

Rauchwolke vor Damentoilette
Schwarzer Qualm dringt durch die nur kurz geöffnete Türe der Damentoilette. Die starke Lüftung des Seerhein-Center verhinderte, daß der Rauch belästigte. Gut zu erkennen der Hochdruckfeuerlöscher. Vorne rechts im grauen Kasten befand sich ein Pulverlöscher, der jedoch nicht zum Einsatz kam.

Am Rande notiert

Zwei Beobachtungen während des Einsatzes beschäftigen nachträglich die Feuerwehrleute.

Vorfall Nummer eins: Auf die Bemerkung eines Schaulustigen, daß sie - die Feuerwehr - nur 'rumstehen würde, erwiderte ein anderer: "Die werden nach Stunden bezahlt". Dazu äußert Pressesprecher Nikolaj Schutzbach sich wie folgt: Von den anwesenden Feuerwehrleuten werden gerade mal zwei bezahlt. Es handelt sich dabei um zwei Männer der Ständigen Wache, also Angestellten der Stadt Konstanz, die einen 24-Stunden-Dienst versehen. Die anderen aber sind Freiwillige, die für ihren Dienst am Bürger das Mittagessen oder den Einkauf stehen lassen. Sie erhalten dafür keinen Pfennig! Daß "rumstehen" auch seinen Sinn haben kann, sei damit begründet, daß es oft besser ist, überlegend an einen Einsatz heranzugehen. Den Kritikern sei versichert, daß die Feuerwehr jederzeit über den Brandverlauf informiert war. Nebenbei: auch die Angehörigen der Ständige Wache sind in ihrer Freizeit freiwillige Feuerwehrmänner.

Vorfall Nummer zwei: Mehrere Schaulustige bemängelten, daß im Flur die Sprinkleranlage nicht ausgelöst hat. Dazu wieder der Pressesprecher: Bei Temperaturen über 72 Grad Celsius lösen die Sprinkler aus. Diese Temperatur war dort nicht erreicht. Den Rauch an dieser Stelle mit Wasser niederzuschlagen hätte bedeutet, daß der Schaden viel höher ausgefallen wäre.

Punkt 12 Uhr am Samstag alarmierte die Freiwillige Feuerwehr Konstanz zu einem Brand im Seerhein-Center. In einer Damentoilette in der obersten Verkaufsetage war Klopapier samt Halterung in Brand gesetzt worden. Zu dieser Zeit herrschte Hochbetrieb. Verletzt wurde niemand.

Da die Feuerwache nur wenige Meter entfernt liegt, waren die ersten Feuerwehrleute sehr schnell an der Einsatzstelle. Ein Haustechniker führte sie ohne Verzögerung zur Brandstelle. Mit dem Hochdruckfeuerlöscher gelang es, die Flammen rasch zu ersticken. Eine Gefährdung der Kunden konnte erfolgreich verhindert werden. Da sich inzwischen dicker, schwarzer Qualm gebildet hatte, blieb die Türe zur Toilette geschlossen. Nachdem die Hausentlüftung auf höchste Leistung eingestellt war, konnte stoßweise der giftige und erkaltete Rauch abgelassen werden. Zwischendurch mußten auch die Aufzüge stillgelegt werden, um eine Gefährdung der Kunden bei einer Ausbreitung von Flammen und Rauch zu verhindern.

Brandausbruchsstelle Links ist ein Loch in der Scheidewand zu sehen. Dort hing der Papierspender. Der Feuerwehrmann auf der Klo-Schüssel erkundet die Decke nach Glutnestern.

Ein Kunde hatte entdeckt, daß Rauch hinter einer Türe hervor drang. Er informierte sogleich einen Haustechniker, der die Alarmierung der Feuerwehr veranlaßte. Center-Manager Karl-Heinz Dahlheimer beziffert den Sachschaden auf mindestens 10 000 Mark. Neben dem Inventar müsse voraussichtlich die Zwischendecke und eine Trennwand erneuert werden, schätzt Dahlheimer. Die Kriminalpolizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

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26. Januar - Bagger drohte zu versinken

Am Abend drohte ein Bagger samt einer mit Abraum gefüllten Kipp-Mulde von der westlichen Mole des Wallhauser Hafens in den See zu rutschen. Das Gewicht der Mulde - rund 15 Tonnen - und des Baggers waren für die Mole zu hoch, so daß diese schließlich begann nachzugeben. Da die Mulde im Weg stand, konnte der Bagger nicht das sichere Festland erreichen.

Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz sicherte schließlich den gefährdeten Bagger mit Greifzug und Stahlseil. Anschließend konnte dieser die gefüllte Mulde ausbaggern, so daß diese von einem Wechselladerfahrzeug aufgenommen werden konnte. Danach konnte die Baumaschine aus eigener Kraft festes Land unter die Räder nehmen.

Offensichtlich hatte das Ausbaggern des Hafenbeckens die Stabilität der Mole untergraben, so daß diese absackte. Feuerwehrleute mußte in Deckung gehen, als Steinplatten abplatzten, so lastete das Gewicht auf dem Bauwerk. Streß auch für die Einsatzzentrale in der Steinstraße: Der von der Einsatzstelle angeforderte Kran - 15 Tonnen bei 15 Meter Ausladung - war trotz zahlreicher Telefonate nicht aufzutreiben. Die Aktion für die rund zehn Feuerwehrleute dauerte über zwei Stunden.

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25. Januar - Küchenbrand in Attikawohnung

Blick auf die Fahrzeugaufstellung
Blick auf die Fahrzeugaufstellung.

Bei einem Küchenbrand in der Reichenaustraße gegen 14.30 Uhr mußte ein älteres Ehepaar von Notarzt und Rettungsdienst vorsorglich ins Klinikum Konstanz gebracht werden. Möglicherweise hatte der Mann vergessen, einen Topf rechtzeitig von einer angeschalteten Herdplatte zu nehmen.

Ein Feuerwehrmann, der in der Reichenaustraße sein Büro hat, hatte seinen Kollegen in der Zentrale Steinstraße gemeldet, daß es aus einem Fenster im obersten Stockwerk eines Gebäudes qualmte. Als er kurz darauf am Haus anlangte, sah er einen Mann vor der Attikawohnung an der Brüstung stehen und winken. Zwischenzeitlich schlugen auch Flammen aus einem Fenster.

Alternative Füllstation
Alternative Füllstation für die Kübelspritze: Feuerwehrfrau Petra Oser im Bad der Brandwohnung.

Die wenig später eintreffende Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz stieg sofort über die Drehleiter DLK 23-12 CC (6/33) zu den beiden oben wartenden Personen auf. Diese wurden anschließend über das Treppenhaus nach unten gebracht. Mit der Hochleistungskübelspritze waren die Flammen in der brennenden Küche schnell gelöscht. Zuvor hatte die nach draußen führende Küchentüre ihren Weg nach unten per Freiflug gefunden, wo sie auf dem Rasen zu liegen kam.

Ein Trupp mit Atemschutz - vom LF 16 (6/44) - lief zur Unterstützung über das Treppenhaus. Eine vorsorglich vom TLF 16/24 Tr (6/21) verlegte C-Leitung kam nicht mehr zum Einsatz. Auch die Schnellangriffsleitung von 6/21 mußte nicht mehr eingesetzt werden. Anschließend konnte nach Freigabe durch die Kriminalpolizei die Küche soweit nötig ausgeräumt werden. Glutnester löschten die Feuerwehrfrauen und -männer mit einer - handelsüblichen - Kübelspritze.

Die unterhalb der Wohnung liegenden Räumlichkeiten werden von der Fachhochschule und Firmen genutzt. Das Personal hatte vorübergehend das Gebäude verlassen. Eine Gefährdung bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt.

Nach ersten Schätzungen beträgt der Sachschaden rund 30 000 Mark. Die Wohnung ist vorübergehend nicht bewohnbar. Die Reichenaustraße war stadteinwärts vorübergehend gesperrt.

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24. Januar - Verdacht auf Brandstiftung in Kellerwohnung

Ein Wohnungsbrand in der Hardtstraße beschäftigte in der Nacht auf Sonntag die Freiwillige Feuerwehr Konstanz. Kurz nach 2.30 Uhr hatten Nachbarn den Brand in der Kellerwohnung entdeckt und sofort die Zentrale der Feuerwehr über Notruf 112 verständigt.

Mit der neuen Hochdruckkübelspritze löschten Atemschutzträger sehr rasch die Flammen in einem Schlafzimmer, in dem das Bett lichterloh brannte. Zuvor hatten sie die geschlossenen Wohnungstüre eingetreten. Weitere Atemschutzträger suchten die Wohnung nach Bewohnern ab, fanden aber niemanden. Durch das rasche Eingreifen der rund 20 Feuerwehrfrauen und -männer konnte eine Ausbreitung der Flammen erfolgreich verhindert werden.

Die Bewohner der darüber liegenden Wohnungen hatten großteils das Haus verlassen. Sie verhielten sich recht diszipliniert, äußerte sich Einsatzleiter Peter Renker zufrieden. Sie konnten nach Belüftung der Brandwohnung und des Treppenhauses mit einem motorgetriebenen Hochleitstungslüfter wieder ins Haus zurückkehren. Ein vorsorglich aufgebautes C-Rohr an einem Verteiler vom TLF 16/24 Tr (6/21) mußte nicht mehr eingesetzt werden. Der Einsatz für die Feuerwehr mit sechs Fahrzeugen dauerte über eine Stunde.

Durch die Hitze platzte im Schlafzimmer der Putz von den Wänden. Rauchspuren sind in allen Räumen zu finden. Der Sachschaden beträgt rund 30 000 Mark. Es besteht Verdacht auf Brandstiftung. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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21. Januar - Eine Person verletzt

Bei einem Verkehrsunfall auf der Max-Stromeyer-Straße wurde ein Mann verletzt. Nach 18 Uhr waren zwei entgegenkommende Fahrzeuge auf Höhe des Stadtwerkegeländes aufeinandergeprallt. Nach Informationen der Polizei soll einer der Fahrer unachtsam zwei am Straßenrand wartende Lastwagen überholt haben. Da es hieß, daß eine Person eingeklemmt sein sollte, wurde die Freiwillige Feuerwehr Konstanz alarmiert. Wie sich herausstellte, konnte der Verletzte ohne Werkzeug der Feuerwehr befreit werden. Notarzt und Rettungsdienst versorgten ihn noch an der Unfallstelle, bevor sie ihn ins Klinikum Konstanz einlieferten.

Die Mannschaft des TLF 1100 (6/29) und des VRW (6/50) klemmten noch die Batterie eines des Autos ab. Mit dem Rüstwagen (6/52) leuchtete die Feuerwehr die Einsatzstelle für die Spurensicherung durch die Polizei anschließend aus. Der Sachschaden liegt bei rund 20 000 Mark. An den beiden Autos entstand vermutlich Totalschaden.

Die Polizei sucht einen Zeugen, der sich bei einem der Unfallbeteiligten gemeldet hat. Der Zeuge kennt auch die Nummern der beiden Lastwagen. Dieser und weitere Zeugen sollen sich bitte bei der Polizei unter Telefon 07531/995-0 melden.

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06. Januar - Propangas-Flasche in Tonne gekühlt

Gegen 13.30 Uhr an Dreikönig ging das Innere einer Gartenhütte beim Bismarck-Turm in Flammen auf. Vier Atemschutzträger der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz löschten mit einer Schnellangriffsleitung, die sie vom Tanklöschfahrzeug (6/21) aus verlegt wurde, die Flammen.

Während den Löscharbeiten fanden Feuerwehrleute zwei Propangas-Flaschen, wovon die größere über ihr Ventil abblies und so den durch die Hitze entstandenen Druck im Innern abbaute und das Feuer anfachte. Einsatzleiter Andreas Knäble ließ in einer Plastiktonne diese Flasche mit Wasser kühlen, so daß keine Gefahr mehr für die Helfer bestand.

Das Feuer war schnell unter Kontrolle gebracht. Da die Besitzer die Hütte auch als Lagerraum benutzten, lies der Einsatzleiter die Hütte weitgehend leer räumen, um besser an den Brandherd zu gelangen. So dauerte es knapp zweieinhalb Stunden, bis die letzten Glutnester gelöscht waren.

Schaden entstanden unter anderem an einem Notstromaggregat und der Solaranlage. Der Schaden wird auf etwa 10 000 Mark geschätzt. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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05. Januar - Heizstrahler verdampfte Rigipsplatte

Durch die Wärme eines Heizstrahlers in einer Wohnung in der Rheingasse verdampften kurz nach elf Uhr Teile der Deckenverkleidung aus Rigips. Bewohner alarmierten daraufhin die Freiwillige Feuerwehr Konstanz. Die mitgeführte Hochdruckkübelspritze und eine vorsorglich verlegte C-Leitung kamen nicht zum Einsatz. Nach Kontrolle der erwärmten Stelle konnten die Wehrleute wieder einrücken. Bei der Anfahrt hatte es in den engen Gassen der Niederburg erhebliche Behinderungen durch Falschparker gegeben.

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03. Januar - Rauchvergiftung bei Küchenbrand

Am Sonntag morgen lieferte der Rettungsdienst nach einem Küchenbrand in der Moosstraße einen der Bewohner mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Klinikum Konstanz ein. Als die Freiwillige Feuerwehr Konstanz gegen 8.30 Uhr eintraf schlugen Flammen aus einem Fenster im ersten Obergeschoß. Dichter Rauch quoll aus dem Fenster.

Als die ersten Atemschutzträger zum Brandherd vordrangen, fanden sie die gesamte Küche in Brand. Mit einer neuartigen Hochdruckkübelspritze gelang es den Wehrleuten, die Flammen binnen kürzester Zeit niederzuschlagen. Die Bewohner hatten sich zuvor selbst ins Freie retten können, hielten sich aber teilweise zu lange im Rauch auf.

Die Feuerwehrleute verhinderten erfolgreich ein Übergreifen der Flammen auf weitere Räume, die jedoch durch Rauch und Hitze schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Küche ist total zerstört, die Wohnung nicht mehr bewohnbar. Einsatzleiter Klaus Koch schätzt den Schaden an Gebäude und Wohnungseinrichtung auf rund 80 000 Mark. Wie Koch weiter berichtet, kommen die Bewohner vorübergehend bei Bekannten im gleichen Haus unter.

Die Feuerwehr war mit über 20 Frauen und Männern und fünf Fahrzeugen im Einsatz. Offensichtlich hatte der Brand seinen Ausgang am Herd genommen. Die Polizei ermittelt die genaue Brandursache.

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02. Januar - Schwelbrand durch Trennschneiden

Am Samstag abend gegen 19.30 Uhr sahen Anwohner aus einem an der Leinerstraße liegenden Gebäude Rauch dringen. Die rasch an der Brandstelle eintreffende Freiwillige Feuerwehr Konstanz verschaffte sich zuerst Zugang durch ein Fenster in das ehemals von Byk-Gulden genutzte und leerstehende Gebäude.

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Die neuen Preßluftatmer (Auer BD 96) sind deutlich leichter als ihre Vorgänger.

Flammen schlugen zu diesem Zeitpunkt bis an die Decke in dem Raum im Erdgeschoß, das weitläufige Gebäude war dicht verqualmt. Mit einem Strahlrohr vom LF 16-TS (1/45) löschten Atemschutzträger schnell die Flammen. Über die Drehleiter (6/33) stiegen weitere Atemschutzträger ins zweite Obergeschoß durch ein offenstehendes Fenster ein, um das Gebäude nach Personen abzusuchen und zu belüften. Es wurde jedoch niemand gefunden.

Einsatzleiter Klaus Koch ließ zu Beginn einen weiteren Einsatzabschnitt bilden. Die Besatzung des TLF 16/24 (6/21) kontrollierte das Gelände von der Gottlieber Straße aus und suchte dort auch nach einer Zugangsmöglichkeit.

Bei den Nachlöscharbeiten stellte sich heraus, daß der Brand entlang eines Lüftungsschachtes weiterschwelte. Um eine unkontrollierte Brandausbreitung zu verhindern und die glimmenden Holzteile abzulöschen, lies der Einsatzleiter Feuerwehrleute mit Motorsäge und Einreißhaken die Wandverkleidung entfernen.

Der Einsatz der rund zwei Dutzend Feuerwehrfrauen und -männer dauerte zwei Stunden. Noch während den Löscharbeiten ermittelte die Polizei die Brandursache: Wenige Stunden zuvor waren Wasserhähne durch Trennschneiden mit offener Gasflamme entfernt worden. Dabei war ein Metallrohr so heiß geworden, daß sich hinter der Wandverkleidung unbemerkt ein Schwelbrand entwickelt hatte. Da das Gebäude in nächster Zeit abgerissen wird, entstand kein wesentlicher Sachschaden.

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01. Januar - Brand auf Balkon

Größeren Schaden verhinderten Bewohner in der Moosbruggerstraße, als Gegenstände auf einem Balkon brannten. Mit Wasser aus einem Gartenschlauch erstickten sie die Flammen. Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz löschte die restlichen Glutnester mit Hilfe einer Kübelspritze. Offensichtlich hatte ein verirrter Feuerwerkskörper den Brand verursacht. Zu diesem Einsatz war wenige Minuten nach dem Brand in der Hohenhausgasse ebenfalls der Löschbereich Altstadt alarmiert worden.

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01. Januar - Dachstuhlbrand durch Feuerwerksrakete

Kurz nach dem Jahreswechsel kam es in der Altstadt zu einem Dachstuhlbrand. Eine Feuerwerksrakete hatte sich im Dachvorsprung des 1476 erbauten Hauses "Zum Lindwurm" in der Hohenhausgasse verfangen. Als sie explodierte, löste sie nach Aussagen von Zeugen das Feuer aus.

Korb
Neben der Dachrinne (links) ist deutlich der Abbrand zu erkennen. Irgendwo dort hatte die Feuerwerksrakete ihr Ziel gefunden.

Obwohl Bewohner und Passanten, die das Geschehen beobachtet hatten, sofort die Freiwillige Feuerwehr verständigten und diese rasch an der Brandstelle eintraf, hatte sich das Feuer ins Zwischendach ausgebreitet. Um den Schaden gering zu halten, öffneten die Feuerwehrleute vorsichtig das Dach. Jedoch mußte rund die Hälfte des Daches geöffnet und abgetragen werden, so daß die darunter liegende Wohnung jetzt unbewohnbar ist. Sie war erst vor rund einem halben Jahr fertiggestellt worden. Mit Hilfe der Feuerwehr brachten die Bewohner noch einige Möbelstücke in Sicherheit.

Die Feuerwehrleute verhinderten erfolgreich ein Übergreifen auf benachbarte Häuser und die darunter liegenden Wohnungen. "Der Wasserschaden ist minimal", bilanzierte Einsatzleiter Kurt Noll zufrieden. Leider habe die tragende Konstruktion durch den Brand leichte Schäden davongetragen. Der Einsatz der aus den Neujahrsfeierlichkeiten herausgerissenen rund zwei Dutzend Feuerwehrleute dauerte rund vier Stunden.

Über ein Dutzend Atemschutzträger setzten vom TLF 16/24 (6/21) zwei C-Strahlrohre über das Treppenhaus und eines über die Drehleiter DLK 23/12 CC (6/33) vom LF 16-TS (1/45) ein. Hier kam das Wenderohr zu Ehren, das mit einem vorgesetzten D-Rohr "entschärft" worden war. Dies ermöglichte fein dosierte Wasserstöße in das geöffnete Dach. Eine Kontrolle um fünf Uhr durch die Ständige Wache ergab keine weiteren Glutnester.

Dachstuhl
Blick auf den ausgebrannten Dachstuhl.

Die Brandbekämpfung wurde durch die engen Gassen erschwert, da der Drehleiter nur wenig Raum zur Verfügung stand. Das Betreten des steilen Daches war wegen einer Eisschicht nicht möglich, so der Einsatzleiter. Behinderungen habe es auch auf der Anfahrt gegeben, da feiernde Passanten den Einsatzfahrzeugen nicht sofort Platz gemacht hatten, ärgerte sich Kurt Noll.

Da Wehrleute laufend Schutt in die Gasse warfen, sicherte die Feuerwehr die Einsatzstelle weiträumig ab. Sie stellte den Bewohnern, die sich für den raschen und umsichtigen Einsatz bedankten, auch Planen zur Verfügung, um die Dachlücke provisorisch abzudecken. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen mindestens 200 000 Mark. Verletzt wurde niemand.

Im Einsatz waren neben den oben genannten Fahrzeugen der MTW (1/11) und der Transporter (6/14). Kommandant Dieter Quintus war mit dem ELW 1 (2/11) ebenfalls kurz vor Ort. Der Stellvertretende Kommandant Peter Renker verschaffte sich auch einen Überblick zu dem Geschehen.

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