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Einsätze 1997

01.01.97 - Schäden durch Feuer und Wasser
04.01.97 - Hütte im "Panama" abgebrannt
21.01.97 - Hitzestau und dichter Rauch
30.01.97 - Im Bett geraucht
09.02.97 - Flammen züngelten an Holzfassade
23.02.97 - Gegen Baum gerast
23.02.97 - Geistesgegenwart verringerte Schaden
01.03.97 - Junge Frau erlitt Brandverletzungen
02.03.97 - Öl ausgelaufen
17.03.97 - Motoryacht- und Zimmerbrand
22.03.97 - 99 Gäste vor Schaden bewahrt
04.04.97 - Kleidungstücke in Brand gesteckt
05.04.97 - Zweimal Brand in gleichem Wohnhaus
11.04.97 - Kellerbrand Hochhaus Werner-Sombart-Straße
27.04.97 - Kaffeemaschine verwüstet Büro
04.05.97 - Pkw-Brand Tiefgarage Augustinerplatz
04.05.97 - Ammoniak aus defektem Kühlschrank
03.06.97 - Fontänen aus dem Gully
08.06.97 - Kellerbrand in Mehrfamilienhaus
11.06.97 - Brand in Hinterhaus der Firma Samen Miller
16.06.97 - Flammen schlugen aus Terrassendach
28.06.97 - Sechs Menschen vor Rauch gerettet
27.08.97 - Brandeinsatz Bahnhofstraße x-ter Alarm
09.09.97 - Zimmerbrand Hotel Deutsches Haus
13.10.97 - Schwerer Unfall im Münster
19.10.97 - Seeputzete
25.10.97 - Verfolgter raste gegen einen Baum
21.11.97 - Brand einer Heizung: Schule fiel aus
23.11.97 - Todesfahrt auf dem Damm
24.11.97 - Zwei Schwerverletzte bei Verpuffung
29.11.97 - Junge wachte rechtzeitig auf

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1. Januar 1997 - Schäden durch Feuer und Wasser

Nach einem ruhigen Silvestertag brachten die ersten Stunden des neuen Jahres gleich mehrere Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr Konstanz. Nach ein Uhr erforderte ein Wasserrohrbruch in der Döbelestraße den Einsatz eines Dutzend Feuerwehrleute. Durch den Rohrbruch im Bad im dritten Stock wurden drei Wohnungen und der Keller einschließlich des Elektrokastens überflutet. Mit einem Wassersauger beseitigten die Feuerwehrler den größten Teil des Wassers. Da in der Wohnung offensichtlich die Heizung ausgeschaltet war, konnte das Wasser in der Leitung gefrieren und diese zum Platzen bringen.

Fast gleichzeitig brannte am Saubach eine Gartenhütte. Ein überhitztes Ofenrohr verursachte das Feuer, welches rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Jedoch war von einem Totalschaden auszugehen, da Rauch die Einrichtung verwüstete und das Dach aufgesägt werden mußte.

Gegen drei Uhr mußten die Angehörigen des 7. Zuges zu einem Brand ausrücken. Offensichtlich hatte ein verirrter Feuerwerkskörper auf einem Balkon eines Hauses in der Magdeburger Straße verschiedene Gegenstände entzündet. Eine zufällig in der Riedstraße vorbeifahrende Polizeistreife hatte das Feuer entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Noch vor deren Eintreffen unternahmen sie mit Pulverlöschern einen Löschversuch. Ein Polizist schwang sich anschließend beherzt auf den Balkon im ersten Obergeschoß und löschte die Flammen, indem er sie austrat. Mit einer Kübelspritze löschten Feuerwehrleute die Restglut ab. Wegen der Hitze platzte die Fensterscheibe, jedoch gab es in der Wohnung keine Schäden. Für deren Bewohner bestand keine Gefahr, da sie sich in Urlaub befanden.

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4. Januar 1997 - Hütte im "Panama" abgebrannt

Ein Raub der Flammen wurde in der Nacht auf Samstag nach ein Uhr eine Hütte des alternativen Jugendtreffs "Panama" am Klein Venedig. Wir konnten trotz unseres raschen Eingreifens nicht verhindern, daß die Bude vollständig abbrannte. Wir vereitelten jedoch erfolgreich das Übergreifen auf andere Hütten und Wohnwagen. Menschen wurde keine verletzt.

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21. Januar 1997 - Hitzestau und dichter Rauch

Brand in einem holzverarbeitenden Betrieb

(u/n) In der Nacht auf Dienstag kam es zu einem Brand in der Sperrholzzentrale in der Max-Stromeyer-Straße. Kurz vor 1.30 Uhr waren von einem Radfahrer und Taxifahrer gleichzeitig eine ungewöhnliche Rauchentwicklung bemerkt worden. Beide verständigten daraufhin sofort die Freiwillige Feuerwehr Konstanz.

Genau um 1.27 Uhr die Alarmdurchsage für Löschbereich Petershausen: "Unklare Brandmeldung Sperrholzzentrale GmbH, Max-Stromeyer-Straße 128".

Die Kameraden der Wache rücken mit Florian Konstanz 6/21 und 6/33 zur Brandstelle ab, nur wenige Minuten folgt 6/44.

Bereits auf der Anfahrt ist schon aus größerer Entfernung eine starke Rauchentwicklung wahrzunehmen, der Rauch wird von den in dieser Nacht herrschenden Windverhältnissen auf die Straße gedrückt, offenes Feuer ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht wahrzunehmen.

Schnell verschaffen sich die beiden Kameraden der Wache unter Vornahme eines C-Rohres Zutritt zu dem eineinhalb-geschossigen zirka 30 Meter langen und 25 Meter tiefen Holzgebäude. Unmittelbar an das Gebäude angebaut ist ein 2-geschossiges kombiniertes Wohn- und Lagergebäude eines Getränkevertriebes. Der einzige Bewohner dieses Gebäudes wird von uns aus dem Schlaf geweckt und gewarnt; bisher ist nur wenig Rauch in seine Wohnräume eingedrungen. An der Rückseite des Gebäudes "angeflanscht" mehrere, zum Teil offene, mit Brettholz gefüllte, bis zu einer Tiefe von rund 35 Meter reichende Holzschuppen.

Die durch das Öffnen des Gebäudes eindringende Frischluft sorgt für eine Durchzündung in einem zur Max-Stromeyer-Straße gelegenen Büroraum, in dem durch einen ausgewachsenen Schwelbrand ein gewaltiger Hitzestau entstanden ist. Schnell ist das Feuer "schwarz". Doch was nach einer rasch erledigten Angelegenheit aussieht, entwickelt sich zu einem langwierigen Anrennen gegen eine massive, auf die Straße drückende Rauchentwicklung, die den Einsatz über zwei Stunden in die Länge zieht.

Das Feuer hat sich durch die Decke des Büros in das Obergeschoß gefressen in eine Ecke, in die über eineinhalb Stunden lang kein Vordringen gelingt. Ein zweiter Angriffstrupp unter Atemschutz nimmt ein weiteres C-Rohr ins Obergeschoß vor. Der sofort danach eingesetzte Lüfter bringt zwar gute Sichtverhältnisse im Erdgeschoß, im Obergeschoß jedoch gibt es keinerlei Abzugsmöglichkeit, so daß der Erfolg des Lüfters in diesem Bereich nicht allzu groß ist, einmal davon abgesehen, daß er wenigstens ab und zu wieder den Schwelbrand im Obergeschoß zum Zündeln bringt und somit die Orientierung für die Brandbekämpfung erleichtert.

Kurzfristig besteht die Gefahr, daß aufflammendes Feuer auf das nicht durch eine Brandmauer geschützte Holzlager übergreift. Ein zügig vorgenommenes drittes C-Rohr nimmt den Flammen jedoch sehr schnell jede Chance, sich auszubreiten.

Erst als über die auf das Dach angelegte Drehleiter von einem vierten Angriffstrupp unter Preßluftatmern ein Loch in die Dachhaut geschlagen wird, zieht der Rauch, vom Lüfter unterstützt, langsam ab. Danach gelingt es nun auch dem zweiten Angriffstrupp im Obergeschoß die Luke zu finden, die in den Blindraum über dem in Brand geratenen Büro führt. Nun wird unter Zuhilfenahme der Infrarot-Kamera den letzten, hartnäckigen Brandnestern zu Leibe gerückt und dem "Feuer ohne Feuer" der Garaus gemacht.

Im Einsatz waren zeitweise vier PA-Trupps gleichzeitig, immer abgesichert durch einen bis zwei Rettungstrupps, je nach Verlangen der Situation.

Zeitweilig war es den ohne Atemschutz im Außenbereich des Gebäude tätigen Einsatzkräften wegen der starken Rauchentwicklung nur mit Mühen möglich ihre Aufgaben wahrzunehmen. Ganz konsequent gehandhabt hätten Gruppenführer, Maschinist und Einsatzleiter ihre Arbeit unter PA ausüben sollen.

Wegen der Brisanz des Brandobjektes wurde während der gesamten Einsatzdauer das Gebäude in kurzen Zeitabständen ringsum kontrolliert, um einer eventuellen Ausdehnung des Brandes auf das umfangreiche Holzlager und die angrenzenden Schuppen vorzubeugen.

Im Einsatz waren neben der nach der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) angeforderten Fahrzeuge der ELW 2, RW 2 und später - als es eng wurde bei der Versorgung mit PA - der GW-AS/Meß. Das letzte Fahrzeug rücke 3.52 Uhr in die Feuerwache Steinstraße ein.

Als Verursacher des Brandes stellte sich wenige Tage später der oben genannte Radfahrer heraus. Er war zuvor in die Büroräume eingebrochen um nach Geld zu suchen. Als er keines fand, entzündete aus Wut diverse Gegenstände. Der Brandstifter hatte sich auch während der Löscharbeiten längere Zeit an der Brandstelle aufgehalten und das Geschehen interessiert verfolgt. Er wurde noch im gleichen Jahr - auch wegen der Brandstiftung im Sprachlabor des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums - zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

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30. Januar 1997 - Im Bett geraucht

Am Morgen des Donnerstag gegen 6.30 Uhr brannte es in einem Hinterhaus in der Tägermoosstraße. Der Gebäudeschaden betrug rund 20 000 Mark, die Schäden an der Einrichtung erreichten nochmals die gleiche Größenordnung. Verletzt wurde niemand. Löschversuche von Anwohnern mit Pulverlöschern zeigten nicht den gewünschten Erfolg, so daß es erst der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz gelang, die Flammen mit einem Strahlrohr zu löschen und eine Brandausbreitung zu verhindern. Offensichtlich hatte der Bewohner im Bett geraucht und war darüber eingeschlafen. Ein aufmerksamer Nachbar hatte das Unglück zuerst bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.

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9. Februar 1997 - Flammen züngelten an Holzfassade

Sachschaden von mindestens 150 000 Mark an einem Ferienhaus

Ein Sachschaden von mindestens 150 000 Mark entstand bei einem Brand in der Wallhauser Uferstraße in der Nacht zum Fasnachtssontag. Die Alarmierung des 9. Zuges der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz erfolgte genau um ein Uhr in der Nacht auf Sonntag. Eine Nachbarin hatte bemerkt, wie Flammen an der Holzfassade züngelten und die Feuerwehr informiert. Das nahe dem Ufer gelegene Ferienhaus war zum Brandzeitpunkt nicht bewohnt.

Vermutlich durch einen technischen Defekt an einem elektrischen Kachelofen im Erdschoß des zweistöckigen Gebäudes hatte sich ein Schwelbrand entwickelt, der sich durch das Isolationsmaterial hindurch fraß und schließlich die äußere Holzverkleidung im ersten Obergeschoß in Brand setzte. Die Wehrmänner mußten daher mit zwei Motorsägen den Fußboden und die Wände aufsägen. Mit sehr wenig Wasser aus zwei Strahlrohren wurden Flammen und Glut gelöscht.

Zuvor hatten die Feuerwehrleute - nachdem die Haustüre den Öffnungsversuchen widerstand - Rolläden aus Stahl und Fenster aus Panzerglas zu überwinden, damit die ersten Atemschutzgeräteträger in das verrauchte Haus gelangen konnten. Nach rund zweieinhalb Stunden konnten die ersten Einsatzkräfte die Brandstelle verlassen. Zwei Dutzend Feuerwehrleute waren mit sieben Fahrzeugen im Einsatz.

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23. Februar 1997 - Gegen Baum gerast

Zwei Schwerverletzte bei Verkehrsunfall - Notarzt und Feuerwehr gefordert

Zwei Schwerverletzte, einer davon lebensgefährlich, forderte ein schwerer Verkehrsunfall auf der Kreisstraße von Dettingen nach Dingelsdorf in der Nacht auf Sonntag. Nach drei Uhr raste ein mit zwei jungen Männern besetztes Auto, vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit, gegen einen Baum. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

Durch den Aufprall vorne links wurde der 18jährige Fahrer eingeklemmt. Der 19jährige Beifahrer konnte von der zuerst eintreffenden Polizeistreife aus dem Auto befreit werden. Schwieriger gestaltete sich das Befreien des Fahrers durch die Freiwillige Feuerwehr Konstanz. Zuerst wurde für Notarzt und Rettungsdienst ein Zugang geschaffen und die Fahrertüre mit dem hydraulischen Spreizer geöffnet. Bevor Feuerwehrleute weitere Rettungsmaßnahmen vornahmen, stabilisierte der Notarzt den Kreislauf des Schwerverletzten. Erst dann konnten die Dachholme des Fahrzeugs mit einer hydraulischen Schere durchtrennt und das Dach schließlich abgehoben werden.

Mit dem "Ked" eine Art Stützkorsett, das bei Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung benutzt wird, hoben Rettungsassistenten den Jugendlichen aus seinem Sitz und legten ihn auf eine Rettungstrage, um ihn anschließend ins Konstanzer Klinikum zu bringen.

Während des Einsatzes leuchtete die Feuerwehr mit Scheinwerfern die Unfallstelle aus. Wehrleute sicherten mit einem dreifachen Brandschutz - Wasser, Schaum und Pulver -, falls das Unfallauto anfing zu brennen. Die schmale Straße, die auch als "Rennstrecke" berüchtigt ist, war rund anderthalb Stunden voll gesperrt. Rund 20 Feuerwehrleute waren mit sieben Fahrzeugen im Einsatz, ebenso zwei Rettungswagen (RTW) und das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) der Rettungsdienste. Ein Autofahrer hatte das Unglück bemerkt und die Polizei alarmiert.

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23. Februar 1997 - Geistesgegenwart verringerte Schaden

Mit einer Kübelspritze löschte die Freiwillige Feuerwehr Konstanz einen Entstehungsbrand in der Allensteiner Straße, bevor das Feuer zu einer Gefahr für weitere Wohnungen wurde. Das Feuer entstand aus bisher noch ungeklärter Ursache in einem Wohnzimmer im dritten Obergeschoß eines Mehrfamilienhauses gegen 23 Uhr an diesem Samstag abend. Da der Bewohner, bevor er die Feuerwehr alarmierte, geistesgegenwärtig die Türe schloß, beschränkt sich der Schaden auf das eine Zimmer. Dort wurden jedoch unter anderem Teppich, Couchgarnitur und Fenster beschädigt. Der Sachschaden liegt nach Polizeiangaben bei rund 15 000 Mark. Verletzt wurde niemand.

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1. März 1997 - Junge Frau erlitt Brandverletzungen

Bei einem Küchenbrand kurz vor Mitternacht in der Nacht auf Sonntag, erlitt ein 15jähriges Mädchen lebensgefährliche Brandverletzungen zweiten und dritten Grades. Es entstand ein Sachschaden von rund 80 000 Mark.

Als die Freiwillige Feuerwehr Konstanz in der Rudolf-Diesel-Straße eintraf, drang dichter Rauch aus einer Wohnung im dritten Obergeschoß eines Wohn- und Geschäftshauses. Zwei Feuerwehrmänner unter Schwerem Atemschutz löschten mit einer Kübelspritze den Brand in der Küche.

Das Mädchen, das sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der oberen Etage der Maisonette befunden hatte, versuchte über die schmale Holztreppe nach unten und an der Küche vorbei zu gelangen. Da dies aber wegen der großen Hitze nicht glückte, flüchtete es zurück in ihr Zimmer und von dort aus einem Fenster auf einen benachbarten Balkon. Das Mädchen erlitt Brandverletzungen zweiten und dritten Grades. Nachbarn brachten es bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungsdienst in eine gegenüberliegende Gaststätte. Die 15jährige wurde anschließend ins Konstanzer Klinikum gebracht.

Obwohl der Brand sich nur auf die Küche beschränkte und von den Feuerwehrleuten mit einer Kübelspritze schnell gelöscht wurde, entstand erheblicher Sachschaden. Rauch und Hitze hatten die Wohnungseinrichtung verwüstet. Vor allem in der Küche schmolzen Geräte aus Kunststoff, aber auch die Stereoanlage im oberen Zimmer. Mit einem lauten Knall war auch die gläserne Küchentüre geplatzt. Teile der Ruß geschwärzten mit Holz abgehängten Decke entfernten Feuerwehrleute um zu verhindern, daß sich unbemerkt ein Schwelbrand ausbreiten konnte.

Die Feuerwehr war mit rund 20 Leuten und fünf Fahrzeugen im Einsatz und rückte nach rund einer Stunde wieder ein. Die genaue Brandursache ist nicht bekannt.

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2. März 1997 - Öl ausgelaufen

500 Liter ausgelaufenes Heizöl beschäftigten die Freiwillige Feuerwehr Konstanz, einen Vertreter des Landratsamts, die Entsorgungsbetriebe und den Wirtschaftskontrolldienst am Sonntag vormittag gegen 10.30 Uhr. In einem Heizungskeller in der Zollernstraße war Heizöl aus vier 1 000-Liter-Tanks gelaufen und hatte sich in der Auffangwanne gesammelt. Da die gemauerte Wanne an einigen Stellen undicht war, drangen geringe Mangen Öl nach draußen, das Feuerwehrleute mit Ölbindemittel auffingen. Das Öl in der Wanne wurde in die Tanks zurückgepumpt. Ob und welche Mengen ins Erdreich eindrangen, konnte noch nicht festgestellt werden. In der Kanalisation wurden keine Ölschlieren entdeckt. Ein Mieter war auf den durchdringenden Geruch aufmerksam geworden und hatte die Feuerwehr verständigt.

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17. März 1997 - Motoryacht- und Zimmerbrand

Feuerwehr im Streß - Zwei Einsätze kurz hintereinander

In der Nacht auf Montag wurde die Freiwillige Feuerwehr Konstanz kurz hintereinander zu zwei Bränden gerufen. Zuerst brannte eine - vormals schnittige - Motoryacht auf einem Gelände an der Reichenaustraße gegen 2.30 Uhr am sehr frühen Montag morgen. Eine benachbarte Segelyacht war durch Strahlungshitze schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Feuerwehrleute verhinderten durch ihr rasches Eingreifen, daß die Flammen auf weitere abgestellte Boote übergreifen konnten. Mit Schaum fluteten die Feuerwehrler die Yacht und erstickten die Flammen. Die Brandursache ist nicht bekannt. Der Sachschaden beträgt mehrere 10 000 Mark.

Noch während der Nachlösch- und Aufräumarbeiten erreichte die Feuerwehr eine weitere Alarmmeldung. Gemeldet war ein Zimmerbrand in einem Studentenwohnheim in der Jacob-Burckhardt-Straße. Als die ersten Kräfte eintrafen, drang dichter, schwarzer Rauch aus einem Fenster im ersten Obergeschoß. Ein rasch vorgetragener Löschangriff von einem Atemschutztrupp mit einem Strahlrohr verhinderte einen größeren Schaden. Rauch und Hitze zerstörten jedoch die Inneneinrichtung. Die Bewohnerin befand sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht in ihrem Ein-Zimmer-Appartement. Weitere Bewohner des Hauses hatten sich vorsorglich und diszipliniert ins Freie in Sicherheit gebracht. Der Inventarschaden beträgt mindestens 10 000 Mark, der Gebäudeschaden ist noch unbekannt. Die Brandursache wird durch den Erkennungsdienst der Polizei ermittelt.

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22. März 1997 - 99 Gäste vor Schaden bewahrt

Brand in Hotelsauna ausgebrochen - Automatische Brandmeldeanlage verhinderte Katastrophe

In der Nacht auf Samstag gegen 4 Uhr früh wurden die 99 Gäste eines Hotels am Bahnhofsplatz durch einen Brand der im Keller eingebauten Sauna geweckt. Die automatische Brandmeldeanlage hatte kurz zuvor die Zentrale in der Steinstraße alarmiert. Ein Rauchmelder hatte ausgelöst, als sich der Rauch im angrenzenden Gang ausbreitete.

Feuerwehrleute unter Schwerem Atemschutz drangen mit einem Strahlrohr in den Keller vor, um sofort den Kampf gegen die Flammen aufzunehmen. Gleichzeitig durchsuchten weitere Atemschutzträger das Haus und warnten die Gäste. Sie wurden alle geweckt und gebeten, sich in ihren Zimmern aufzuhalten und die Türen zu schließen. Das disziplinierte Verhalten der Bewohner erleichterte die Arbeit der Feuerwehr.

Durch das Zusammenspiel von Brandmeldeanlage und Feuerwehr wurde verhindert, daß Menschen zu Schaden kamen. Hätten sich Flammen und Rauch noch länger ungestört ausbreiten können, schließen Feuerwehrleute nicht aus, daß es zu einer Katastrophe hätte kommen können. Zwei schwere Hotelbrände mit Todesopfern in den letzten 15 Jahren sind vielen Konstanzer Feuerwehrangehörigen noch in deutlicher Erinnerung.

Die Sauna wurde vollständig zerstört, obwohl sich der Brand auf den Bereich mit den Holzsitzbänken beschränkte. Hitze hatte jedoch Kacheln abplatzen lassen, schwarzer, klebriger Ruß überzog sämtliche Gegenstände, wie frische Handtücher, Liegen und die Sonnenbank. Holzverkleidung und Isolationsmaterial rissen Feuerwehrleute auf, um nach versteckten Glutnestern zu suchen und um diese abzulöschen.

Ein im Haus installierter Rauchabzug sorgte binnen Kurzem wieder für freie Sicht im Treppenhaus. Besonders der oberste Stock war stark verraucht. Ein wassergetriebener Lüfter unterstütze vom Eingang auf der Gebäuderückseite die Zufuhr mit Frischluft.

Nach Aussage des Hoteldirektors konnte der Betrieb ungestört weitergehen. Den Sachschaden schätzten Polizei und Direktor auf mindestens 80 000 Mark. Nach rund anderthalb Stunden rückten die wir wieder ein.

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4. April 1997 - Kleidungstücke in Brand gesteckt

Kurz nach fünf Uhr am frühen Morgen des Freitag rückte die Freiwillige Feuerwehr Konstanz zu einem Wohnungsbrand in der Fritz-Arnold-Straße aus. Dort hatte ein Bewohner im ersten Obergeschoß Kleidungstücke in Brand gesteckt. Der Sachschaden betrug rund 10 000 Mark. Als Feuerwehr und Polizei an der Einsatzstelle eintrafen, weigerte sich der Mann die Wohnung zu verlassen, obwohl diese schon stark verraucht war. Polizisten gelang es, den Bewohner zu überwältigen und in Sicherheit zu bringen. Vier Feuerwehrleute unter Schwerem Atemschutz löschten mit einem Strahlrohr die Flammen, die sich im Flur ausbreiteten. Die Freiwillige Feuerwehr war mit 19 Mann und vier Fahrzeugen im Einsatz, gemeinsam mit Notarzt und den Rettungsdiensten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Malteser Hilfsdienstes (MHD).

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5. April 1997 - Zweimal Brand in gleichem Wohnhaus

16 Menschen gerettet - Sachschaden mindestens 150 000 Mark

Zweimal an die gleiche Brandstelle rückte am Samstag die Freiwillige Feuerwehr Konstanz aus. Am Nachmittag schmorte in einer Toilette im Erdgeschoß in einem Wohnhaus in der Döbelestraße ein dreiteiliger beleuchteter Spiegelschrank auf dem Toilettenpapier gelagert war. Die Feuerwehr brachte das Brandgut rasch ins Freie und verhinderte so Rauchschäden in der Wohnung.

Gegen 20.15 Uhr bemerkten Hausbewohner Flammen in der nun leerstehenden Wohnung und alarmierten wieder die Feuerwehr. Als die ersten Kräfte eintrafen, drang aus etlichen Fenstern Rauch und Menschen riefen um Hilfe. Dreizehn Erwachsene und drei Kinder retteten Feuerwehrleute aus dem Haus - teilweise mit Fluchthauben über das Treppenhaus und zwei Erwachsene und ein Kleinkind über eine Drehleiter. Rätsel gibt die zweite Brandausbruchsstelle auf, die sich in rund drei Metern Entfernung zur ersten befand. Die Feuerwehr und ein Hausbewohner hatten nach dem ersten Brand mehrmals die Wohnung kontrolliert - zuletzt etwa gegen 20 Uhr durch den Bewohner - und keine Feststellungen treffen können. Der Sachschaden beträgt mindestens 150 000 Mark.

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11. April 1997 - Kellerbrand Hochhaus Werner-Sombart-Straße

Kleiderstapel in Brand - Schaden rund 100 000 Mark

Zu einem Kellerbrand in einem Hochhaus in der Werner-Sombart-Straße mußte am Freitag abend gegen 18.30 Uhr die Freiwillige Feuerwehr (Löschbereich Petershausen) ausrücken. Der Schaden wird auf rund 100 000 Mark geschätzt. Verletzt wurde niemand.

Ein Kleiderstapel in einem Lattenverschlag war in Brand geraten. Benachbarte Lattenverschläge wurden durch Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Die große Hitze zerstörte die Elektroinstallation im Keller, herunterhängende Kabel gefährdeten zu Beginn der Löscharbeiten die eingesetzten Feuerwehrkräfte, bis der Strom abgeschaltet wurde. Obwohl das Vordringen zum Brandherd schwierig war, gelang es den Atemschutzträgern in einer knappen halben Stunde die Flammen mit einem Strahlrohr zu löschen. Eine weitere Gefährdung für die Bewohner konnte die Feuerwehr so ausschließen.

Feuerwehrkommandant Dieter Quintus lies anschließend den Brandschutt aus dem Keller ins Freie bringen: Kleider, Kinderbücher, Autoreifen und ein Tisch waren einige der zerstörten Gegenstände. Millimeter dick hatte sich der Ruß auf dem Boden ausgebreitet, eine durch die Hitze geplatzte Wasserleitung hatte zum Löscherfolg beigetragen, aber auch eine Überschwemmung verursacht.

Mit einem Lüftungsgerät wurde der Rauch aus den Kellerräumen geblasen. Dadurch daß die Brandschutztüren im Keller vorschriftsmäßig geschlossen waren, konnte sich der Rauch nicht im Treppenhaus ausbreiten und weitere Bewohner gefährden. Gegen 21 Uhr konnte das letzte der sieben Fahrzeuge abrücken. Rund 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

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27. April 1997 - Kaffeemaschine verwüstet Büro

Brand bei der CGK - Ein leicht verletzter Feuerwehrmann

Eine brennende Kaffeemaschine verursachte am Sonntag einen Sachschaden von mindestens 50 000 Mark. Bei den Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann leichte Verletzungen an der Hand.

Um 11.19 Uhr hatte die automatische Brandmeldezentrale der CGK in der Max-Stromeyer-Straße einen Brand in die Feuerwehrzentrale gemeldet. Eine Erkundung durch Atemschutzträger ergab, daß sich Rauch im ersten und zweiten Obergeschoß des achtgeschossigen Bürogebäudes ausgebreitet hatte. Kurze Zeit später entdeckten Feuerwehrleute dem Brandherd im ersten Obergeschoß. Mit einer Kübelspritze konnten die Flammen rasch gelöscht werden, so daß eine Ausbreitung auf weitere Räume ausgeschlossen wurde. Je ein Rauchmelder im Boden und in der Decke hatten den Qualm aufgespürt und den Alarm ausgelöst.

Einsatzleiter Karlheinz Noll ließ vorsorglich durch weitere Atemschutzträger das gesamte Gebäude durchsuchen, ob sich der Brand durch die Klimaanlage in weitere Stockwerke ausgebreitet hatte. Ein Feuerwehrmann hatte die Übersichtsanzeige der Brandmeldezentrale zu beobachten. Bei einer weiteren Ausdehnung des Brandes wäre dies durch ansprechende Rauchmelder angezeigt worden. Die Gefahr einer unentdeckt gebliebenen Brandstelle wurde so ausgeschlossen. Mit der Wärmebildkamera suchten Feuerwehrleute nach weiteren versteckten Brandnestern. Da nichts gefunden wurde, konnten die 25 Feuerwehrleute kurz nach halb ein Uhr mit ihren sieben Fahrzeugen wieder einrücken.

Der Sachschaden ist beträchtlich, da Flammen und Hitze die Trennwände beschädigten und Ruß sich über das Mobiliar der angrenzenden Räume legte. Teilweise mußte die Decke geöffnet werden. Aus der Steigleitung, die von uns vorsorglich eingespeist wurde, mußte kein Wasser entnommen werden.

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4. Mai 1997 - Pkw-Brand Tiefgarage Augustinerplatz

Schlafendes Kind aus Auto gerettet

Ein schlafendes Kind retteten Feuerwehrleute am Samstag aus einem Auto, nachdem ein anderes Fahrzeug, das gegen 13 Uhr die Tiefgarage Augustinerplatz verlassen wollte, im Motorraum Feuer gefangen hatte. Feuerwehrleute mit Schwerem Atemschutz brachten das Kind aus der stark verqualmten Garage an die frische Luft. Die Mutter hatte die Feuerwehr auf ihr Kind hingewiesen und den Rettern die Autoschlüssel mitgegeben.

Der Hausmeister hatte mit Löschpulver die Flammen eingedämmt, so daß die Feuerwehr nur noch unterstützend eingriff. Sie reinigte anschließend die Auffahrt von den Pulverrückständen, so daß nach knapp einer halben Stunde die Tiefgarage wieder für den Publikumsverkehr freigegeben werden konnte.

Feuerwehrleute zeigten sich empört, daß ein Kind schlafend im Auto zurückgelassen wurde, das sei "rücksichtslos und unverantwortlich".

Ja, wo leben wir denn ...?

(a) Während dieses Brandes mußte wie erwähnt ein Kleinkind von den Einsatzkräften gerettet werden. Wäre es ein Hund gewesen, hätte sich sicher jemand beim Tierschutzverein beschwert. Die Zu- und Abfahrt der Garage war durch die Einsatzkräfte und den Rauch längere Zeit blockiert.

Am nächsten Tag erschien eine erboste Frau auf der Feuerwache, die von der Feuerwehr 2 DM (in Worten: Zwei Deutsche Mark!) erstattet haben wollte. Begründung: Durch den Feuerwehreinsatz mußte sie länger als beabsichtigt in der Garage parken und dafür 2 DM zusätzlich bezahlen. Die sollte die Feuerwehr nun ersetzen.

Nachdem zweifelsfrei festgestellt werden konnte, daß es sich um keinen schlechten Scherz sondern um ernstgemeinte Absicht handelte, machte der oberste Spritzenmann der Kommune (steckt da im Wortstamm nicht das Wort "Gemeinschaft" ...?) von seinem Hausrecht Gebrauch und warf sie hochkannt hinaus!

Ja, wo leben wir denn ...?!

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4. Mai 1997 - Ammoniak aus defektem Kühlschrank

Starker Ammoniakgeruch beunruhigte Bewohner eines Hauses in der Schottenstraße. Sie riefen die Feuerwehr, die den Übeltäter schließlich entlarvte: Es war ein Kühlschrank, dessen Kühlmittel Ammoniak wegen eines Lecks ausströmte. Die Feuerwehrleute brachten den Kühlschrank ins Freie und lüfteten die Wohnung.

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3. Juni 1997 - Fontänen aus dem Gully

Wolkenbruch fordert Feuerwehr - Unzureichende Kanalisation am Bismarcksteig

Der kurz vor 16 Uhr einsetzende Platzregen mit Hagelschauer drückte Gullydeckel aus ihren Einfassungen und überschwemmte mehrere Keller. Gerhard Wolf, Hausmeister im Asylantenwohnheim Steinstraße, dem ehemaligen Meßhotel, sah aus der Kanalisation am Bismarcksteig das Wasser einen Meter hoch sprudeln. Das Wohnheim zählte zu einem der am meisten betroffenen Häuser. Fast der komplette Keller stand unter Wasser. Die Feuerwehr pumpte dort - wie auch in zwei Hotels in der Steinstraße - die Keller aus. Insgesamt mußte die Freiwillige Feuerwehr Konstanz 15 Einsatzstellen anfahren. Rund zwanzig Feuerwehrleute setzten mehre Tauchglockenpumpen und Wassersauger ein.

Betroffen war hauptsächlich das Gebiet beim Bismarcksteig ab der Straße "Am Briel" und in der Verlängerung bis zum Petershauser Bahnhof. Auch auf Straßen und Parkplätzen stand das Regenwasser zig Meter hoch. Für den Heimleiter des Asylantenwohnheimes Sigmund Zurek war der wiederholte Wassereintritt besonders ärgerlich. Seit 15 Jahres sei es der Stadtverwaltung schon bekannt, daß im Wohnheim bei starken Regenfällen das Wasser durch die Kanalisation in die Kellerräume drückt. Unternommen worden sei jedoch nichts. Viele der dort lebenden Menschen - rund 200 -, haben ihre wenigen Habseligkeiten im Keller verstaut. Nicht nur Wasser hat es dort herausgedrückt sondern auch stinkenden Schlamm, was unter anderem Matratzen und Möbel unbrauchbar macht. Zum zweiten Mal habe es dieses Jahr den Keller geflutet, so Gerhard Wolf. Beim ersten Mal habe man noch ohne Feuerwehr auskommen können, dieses Mal war das Wasser so hoch wie noch nie und habe die Gasheizung gefährdet.

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8. Juni 1997 - Kellerbrand in Mehrfamilienhaus

Frau ins Klinikum gebracht - 150 000 Sachschaden

Bei einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Austraße kurz nach 23.30 Uhr am diesem Sonntag abend entstand ein Sachschaden von rund 150 000 Mark. Eine Bewohnerin wurde vom Rettungsdienst zur Beobachtung ins Klinikum gebracht, da bei ihr der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung bestand. Die anderen Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Mit zwei Strahlrohren löschten Atemschutztrupps die Flammen. Sie verhinderte so erfolgreich die Ausbreitung des Feuers auf andere Gebäudeteile. Rund dreißig Feuerwehrleute setzten sieben Fahrzeuge und sechs Atemschutzgeräte ein. Die Rauchwolke reichte bis zum Cherisy-Areal. Nach anderthalb Stunden konnten wir wieder einrücken. Als Brandursache könnte ein technischer Defekt in Frage kommen.

Parkende Autos hatten übrigens die Anfahrt für die Feuerwehrfahrzeuge erschwert, so daß eine Verzögerung von mehreren Minuten entstand, bis das erste Löschfahrzeug an der Einsatzstelle eintraf.

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11. Juni 1997 - Brand in Hinterhaus der Firma Samen Miller

Vier Verletzte und mindestens eine halbe Million Sachschaden

(l) Am 11. Juni 1997 ging bei der Feuerwache in der Steinstraße um 11.02 Uhr ein Notruf ein. Es brenne in einer Wohnung in der Zollernstraße. Die "Ständige Wache", welche an diesem Tag verhältnismäßig stark besetzt war, rückte unverzüglich ab. Der Löschbereich Altstadt wurde ebenfalls sofort alarmiert.

Zuvor hatte ein Meersburger Feuerwehrmann, der sich in einem Nachbarhaus aufgehalten hatte, erste Löschversuche mit einem Feuerlöscher unternommen. Die starke Rauchentwicklung und Flammenbildung vereitelte seinen Versuch. Wegen einer Rauchgasvergiftung wurde er stationär im Klinikum aufgenommen. Drei Feuerwehrleute verletzten sich bei den Löscharbeiten. Der Schaden lag bei rund einer halben Million Mark.

Florian Konstanz 2, welcher mit dem schnellen KN 2/11 bereits um 11.06 Uhr vor allen anderen am Einsatzort eintraf, setzte sofort die Rückmeldung

"Starke Rauchentwicklung über dem Zielgebiet, weitere Kräfte anrücken"

ab. Mit dieser Meldung war den bis dahin auf der Anfahrt befindlichen Kräften klar: Hier brennt's mal wieder, kein Fehlalarm!

Nach dem Eintreffen der ersten Fahrzeuge um 11.06 Uhr und der ersten Erkundung der Lage wurden folgende Feststellungen getroffen: Offenes Feuer aus einem Fenster im 2. Obergeschoß, Rauchentwicklung aus 2 weiteren Fenstern erkennbar. Zugang über Feuergasse Häuser Zollernstraße/Hofhalde möglich. Nach Aussage von Passanten sollten keine Personen mehr im Haus sein.

Der erste Angriff wurde über die Feuergasse in die brennende Wohnung vorgetragen. Die Kräfte der DLK 6/33 erhielten den Auftrag Erkundung eines Zugangs zu Wohnung über die Zollernstraße. Mit diesen ersten Maßnahmen war nun klar, daß sich dieser Einsatz in 2 Abschnitte, nämlich Konzilstraße und Zollernstraße aufteilen würde.

Das nun weiter anrückende Fahrzeug 1/45 (LF 16 Stadt) wurde vom Einsatzleiter Dieter Quintus zum Abschnitt Zollernstraße und der Kombi 1/11 in den Abschnitt Konzilstraße beordert. Im Abschnitt Zollernstraße wurde sofort über 1/45 ein Löschangriff über recht enge Treppen und über tragbare Leitern in das 2. Obergeschoß und das bereits in Mitleidenschaft gezogen Dachgeschoß vorgetragen. Der Löschangriff von der Konzilstraße konnte nur über tragbare Leitern in die vom Brand betroffene Wohnung und das Dachgeschoß erfolgen.

Der Brand breitete sich innerhalb kürzester Zeit über die Zimmer zur Feuergasse hin und durch Flammenüberschlag auch in das Dachgeschoß aus. Vom Einsatzleiter wurde erkannt, daß die vor Ort eingesetzten Kräfte nicht ausreichend waren und bereits um 11.11 Uhr wurde für den Löschbereich Petershausen 2. Alarm ausgelöst.

Danach traf weiter Verstärkung für den Abschnitt Zollernstraße 6/44 und für den Abschnitt Konzilstraße 6/19 und für die Einsatzleitung 6/12 ein. Vom Einsatzleiter wurden als Abschnittsleiter Konzilstraße Kurt Noll und für die Zollernstraße Klaus Menge bestimmt.

Von der Seite Konzilstraße wurden 2 C-Rohre im Innenangriff und ein B-Rohr im Außenangriff zum Niederschlagen des Flammenüberschlages ins Dachgeschoß eingesetzt. Im Abschnitt Zollernstraße waren zeitweise bis zu 4 C-Rohre im Innenangriff im 2. OG und DG eingesetzt.

Durch den disziplinierten Einsatz der eingesetzten Kräfte gelang es nun rasch, die weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern und bereits um 11.34 Uhr wurde die Rückmeldung "Brand unter Kontrolle" abgesetzt.

Die Nachlöscharbeiten und die Kontrolle der Einsatzstelle dauerte schlußendlich noch bis 18.40 Uhr. Hierbei wurden auch noch die Kameraden des 7. Zuges eingesetzt. Insgesamt 53 Feuerwehrangehörige waren eingesetzt worden.

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16. Juni 1997 - Flammen schlugen aus Terrassendach

Vereinsheim des Hockeyclubs ausgebrannt

In den frühen Morgenstunden dieses Montags wurde das Clubhaus des Konstanzer Hockeyclubs beim Wasserwerk ein Raub der Flammen. Kurz nach vier Uhr entdeckte der Betreiber des nahegelegenen Campingplatzes das Feuer und alarmierte die Freiwillige Feuerwehr Konstanz. Die Feuerwehrleute verhinderten eine Ausbreitung des Feuers auf den Keller und die angrenzenden Sanitärräume. Das Feuer, das offensichtlich seinen Ausgang im Inneren genommen hatte, konnte sich so unbemerkt ausbreiten. Erst als es auf die Überdachung der Terrasse übergriff, konnte es entdeckt werden.

Mit Axt und Motorsäge verschafften sich die Feuerwehrler Zutritt, um unter Atemschutz mit drei Strahlrohren die Flammen zu löschen. Die Inneneinrichtung des Schankraumes und der Küche wurden vernichtet. Das Flachdach ist zum Großteil zerstört. Nach rund zwei Stunden rückte die Feuerwehr wieder ein. Wenige Monate später konnte der Hockey-Club sein wieder aufgebautes Heim einweihen.

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28. Juni 1997 - Sechs Menschen vor Rauch gerettet

Kellerbrand im Staader Gasthaus Traube - Eine Frau mit Rauchgasvergiftung

Mit der Steckleiter ins 1. OG
Über eine Steckleiter, die zum ersten Obergeschoß führte, wurden Menschen gerettet.

Sechs vom Rauch eingeschlossene Personen rettete die Freiwillige Feuerwehr Konstanz in der Nacht auf Samstag aus den Gasthaus Traube in Staad. Ein Rettungswagen brachte eine Frau mit einer Rauchgasvergiftung ins Konstanzer Klinikum. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdiensten war an der Einsatzstelle.

Kurz vor halb drei Uhr war der Feuerwehrzentrale in der Steinstraße ein Kellerbrand gemeldet worden. Den ersten Feuerwehrleuten quoll dicker Rauch entgegen. Die meisten Bewohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Über die Drehleiter rettete die Feuerwehr drei, über eine Steckleiter zwei Personen, die sich teilweise mit feuchten Tücher vor dem Rauch - höchst unzulänglich - zu schützen versuchten. Eine Frau wurde mit einer Fluchthaube über das verrauchte Treppenhaus ins Freie geführt.

Unter Schwerem Atemschutz durchsuchten Feuerwehrleute das ganze Haus, da die Zahl der Vermißten zu Beginn nicht feststand. Neben den Rettungsdiensten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Malteser-Hilfsdienstes und dem Notarzt war auch die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK vor Ort, die die 31 Bewohner betreute und diese namentlich erfaßte.

Die Bewohner beim Rtw
Die geretteten Bewohner werden beim Rettungswagen von der DRK-Schnelleinsatzgruppe betreut und namentlich erfaßt.

Viel Löscharbeit war für den Atemschutztrupp im Keller nicht zu erledigen: Durch die enorme Hitze war eine Wasserleitung geplatzt und hatte wie eine Sprinkleranlage gewirkt und die Flammen gelöscht. Bei den Nachlöscharbeiten genügte eine Kübelspritze. Die Hitze ließ auch die Elektroinstallation schmelzen. Mit einem Lüfter wurden die Rauchschwaden aus dem Gebäude getrieben.

Das Feuer war offensichtlich im Bereich der Räucherkammer ausgebrochen. Die Höhe des Schadens betrug mindestens 50 000 Mark. Die Feuerwehr war mit über 50 Leuten und einem Dutzend Fahrzeugen, die Rettungsdienste mit rund 20 Personen und acht Fahrzeugen an der Einsatzstelle. Gegen vier Uhr konnte das letzte Auto einrücken.

Etwas erfreuliches am Rande: Wenige Tage später erschien eine Anzeige im Südkurier, in der sich die Wirtsleute unter anderem auch bei ihrer Feuerwehr bedankt.

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27. August 1997 - Brandeinsatz Bahnhofstraße x-ter Alarm

Das Brandobjekt

Das Wohnhaus mit einem Restaurant im Erdgeschoß besitzt drei Normal- und zwei Dachgeschosse, wobei das untere Dachgeschoß bewohnt war in ihm brach das Feuer aus. Eine riesige Rauchwolke zog durch leichten Seewind Richtung Laube. Flammen loderten aus einer Dachgaupe.

Es handelt sich um einen fünfstöckigen Altbau (drei Normal- und zwei Dachgeschosse) mit hölzernem, ausgebauten Dachstuhl, an den im hinteren Bereich ein Anbau angefügt wurde. Im Ergeschoß des Hauptgebäudes befand sich ein Restaurant. Das Gebäude steht in einer Häuserzeile mit direktem Anschluß zum Hotel Halm sowie einem Wohn- und Geschäftshaus. Erschwerend: baulicher Zustand (keine Brandabschnitte, keine feuerhemmende Ausführung, Decken in Sandwich-Bauweise - Holz-Isolation-Holz -, hohe Brandlast im Dachgeschoß und Speicher durch dort gelagertes Gerümpel und Mobiliar), verschachtelte Bauart auf der Rückseite, Zufahrt und Zugang waren dort durch die Großbaustelle erschwert.

Ersteinsatz

Etwa zeitgleich gegen 13.30 Uhr am 27. August 1997 entdeckten Bewohner des Brandhauses und zwei Reinigungsfrauen des voll belegten Hotel Halm den Rauch, der aus dem brennenden Zimmer entwich. Eine Bewohnerin versuchte noch mit einem Feuerlöscher gegen die Flammen anzukommen. "Außer einem heftigen Husten hat es nichts gebracht", so die Frau. Anschließend flüchtete sie und andere Bewohner ins Freie. Die Flammen hatten offensichtlich genug Zeit gehabt, um sich ungehindert ausbreiten zu können und genug Nahrung im verbauten Holz gefunden. Rauch, der von der Klimaanlage des Hotel Halm angesaugt wurde, vertrieb dort die Gäste aus dem Speisesaal.

Daraufhin rückte die Ständige Wache mit TLF 1100 und DLK 23/12 aus. Gleichzeitig wurde der Löschbereich Altstadt alarmiert. Bei Eintreffen der Wache in der Dammgasse, konnte eine starke Rauchentwicklung ausgemacht werden, jedoch war kein offenes Feuer zu sehen. Zudem gab es zu diesem Zeitpunkt keine Zugangsmöglichkeit durch eine Türe.

Daraufhin wurden die Fahrzeuge in die Bahnhofsstraße umgesetzt. Dort schlugen den ersten Kräfte die Flammen aus der ersten Dachgaupe vom Bahnhof her gesehen entgegen. Noch während der Erkundung durch den ersten Trupp breitete sich das Feuer über den Dachstuhl aus. Die Drehleiter wurde ohne Korb für eine schnelle Rettung oder einen Außenangriff in Stellung gebracht. Schnell war jedoch klar, daß sich keine Bewohner mehr im Haus befanden.

2. Alarm und Kreuzlingen

Das Feuer drohte auf das Hotel Halm überzugreifen. Das Feuer breitete sich durch das in Holzkonstruktion gehaltene Dachgeschoß und die darunterliegenden - ebenfalls in fragwürdigem Zustand befindlichen - Etagen aus. Die Einsatzleitung erhöhte daher auf 2. Alarm für Feuer Petershausen. Nachdem mitgeteilt wurde, daß die zweite DLK (6/33) wegen Reparaturarbeiten nicht einsatzbereit ist, wurde von der FF Kreuzlingen eine weitere DLK angefordert. Die Kreuzlinger rückten unter Leitung ihres Kommandanten Werner Ilg mit einem Löschzug in die Dammgasse an. Das Schweizer TLF versorgte das Wenderohr der eigenen Drehleiter mit Wasser. Mit beiden Drehleitern wurden die direkt angebauten Nachbarhäuser abgeriegelt. Nachdem unsere zweite DLK (6/33) wieder zusammengeschraubt war, kam diese ebenfalls an die Einsatzstelle zur Verstärkung des Außenangriffs.

Gleich zu Beginn erfolgte die Brandbekämpfung im Innenangriff. Auch ein C-Rohr aus einem der Wandhydranten im Hotel Halm benutzten Feuerwehrfrauen und -männer als Angriffsleitung. Gemeinsam mit der Hotelmannschaft achteten die Kameraden darauf, die oberste Etage nicht zu verschmutzen oder gar unter Wasser zu setzen. Weitere C-Rohre wurden von der Vorder- und Rückseite vorgenommen. Zwischenzeitlich konnte man auch durch das geöffnete Hoftor ins Brandobjekt gelangen. Über Steckleiterteile von 6/44 und eine Notleiter war zwischenzeitlich ein Zugang über eine Terrasse auf der Gebäuderückseite geschaffen worden.

Auf dem Flachdach des Hotel Halm hatte neben unserer Mannschaft auch der Kreisbrandmeister Posten bezogen. Unter seinen kritischen Augen mußten mehrere Quadratmeter Dachblech entfernt werden, um sicher zu gehen, daß sich das Feuer nicht weiter in das voll besetzte Hotel ausbreitete.

Folgealarme

Bedingt durch die Außentemperatur um 25 Grad und den Hizestau unter dem Dach gestaltete sich der Einsatz sehr personalintensiv. Darüber hinaus setzte sich das Feuer in den Zwischendecken fest. Beim Entfernen von Bodenbrettern schlugen die Flammen aus dem Boden. Mühsam mußte das Dachgeschoß von diversem Gerümpel frei geräumt werden. Die Zwischenwände aus Rigips und Sperrholz brachen in sich zusammen. Massenweise lag mit Löschwasser vollgesogenes Isoliermaterial auf dem Zwischenboden.

Die Einsatzleitung - Uwe Jordan an der Vorderseite Bahnhofstraße und Karlheinz Noll auf der Rückseite Dammgasse als gleichberechtigte Einsatzleiter - erhöhte auf 3. und 4. Alarm (Wollmatingen und Allmannsdorf), um weitere PA-Träger an die Einsatzstelle zu bekommen. Unser Kommandant hatte zu diesem Zeitpunkt längst seinen Urlaub unterbrochen und war - unter Zurücklassung seiner Familie - an die Einsatzstelle geeilt. Er wurde jedoch nur unterstützend tätig.

Nach einer weiteren Stunde wurde 5. und 6. Alarm (Litzelstetten und Dingelsdorf) ausgelöst, um den Brandschutz in der Kernstadt zu gewährleisten. Auch während der Nachlöscharbeiten loderten unter dem Brandschutt immer wieder Flammen. Der 5. Zug übernahm gegen 18 Uhr die Einsatzstelle, um Nachlöscharbeiten vorzunehmen und Brandwache zu halten. Die weiteren Kräfte wurden aus dem Einsatz herausgelöst. Um 23.45 Uhr und 4.00 Uhr wurden weitere Einheiten (Technische Hilfe Altstadt und Petershausen) zur Brandwache alarmiert, die bis zum darauffolgenden Tag um 9 Uhr an der Einsatzstelle blieben. Die Wache rückte in den Folgetagen mehrfach an, um mit Kleinlöschgerät gegen Glutnester vorzugehen. Der 9. Zug wurde aus taktischen Überlegungen als eiserne Reserve für Paralleleinsätze zurückbehalten und daher nicht alarmiert.

Zwischenfälle

Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Malteser Hilfsdienstes (MHD) war zeitweise mit rund einem Dutzend Leuten und sieben Fahrzeugen am Einsatzort. Die SEG sorgte im Absprache mit dem Sozialamt für die Unterbringung der 16 zu Obdachlosen gewordenen Bewohner.

An der Atemschutzstelle vor der Hauptpost funktionierten erschöpfte Feuerwehrleute die mittlere Treppe zur willkommenen Sitzbank um. Literweise wurden Spezi und Mineralwasser getrunken.

Zahlreiche Schaulustige säumten die Straße. Ihr diszipliniertes Verhalten erleichterte den Einsatzkräften die Arbeit. Lediglich eine überforderte Autofahrerin verwechselte das Brems- mit dem Gaspedal und hätte beinahe einen Feuerwehrmann überfahren. Größere Verkehrsbehinderungen gab es durch Sperrung des Bahnhofplatzes, der Bahnhof- und Sigismundstraße und der Dammgasse. Im Verlauf einer Stunde brachten wir den Brand unter Kontrolle. Nach rund zwei Stunden dem Ende der "heißen Phase" konnte der Bahnhofplatz wieder freigegeben werden.

Gegen 18.15 Uhr entdeckten Anwohner in der Talgartenstraße Rauch. Die daraufhin herbeigeeilte Feuerwehr stellte fest, daß es sich um Rauch aus der Bahnhofstraße handelte, der sich einen Kilometer weiter in den Häuserschluchten verfangen hatte. Rauch hatte schon die Gäste des Hotel Halm beim Mittagessen beeinträchtigt. Durch die Klimaanlage war Rauch in den Speisesaal gelangt. Ebenfalls leiden mußten einige Autos, die nicht mehr rechtzeitig entfernt werden konnten. Herabfallende Dachziegel haben etliche Dellen geschlagen. Jedoch ist mit einem "Knöllchen" wegen zu langem Parken nicht zu rechnen.

Nachbetrachtung

Der Gesamtschaden beträgt über 2 Millionen. Verletzte Fremde gab es keine, zwei eigene Kräfte erlitten leichte Verbrennungen im Nacken.

Durch den dortigen baulichen Zustand, also durchgehende Dachstühle in Altstadthäusern in ganzen Straßenzügen, fehlende Brandabschnitte und nicht sehr tragfähige Zwischendecken sowie nachträgliche Ausbauten mit nicht feuerhemmenden Zwischenwänden birgt der Bereich erhebliche Gefahren. Das Horrorszenario in Form eines Dachstuhlbrandes im Bereich eines Straßenzuges ist bislang ausgeblieben. Sowohl in der Zollernstraße, als auch bei diesem Einsatz wären wir bei Fehlern in der Erstphase nicht weit davon entfernt gewesen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Brand nachts ausgebrochen und dadurch später bemerkt worden wäre.

Über 100 Feuerwehrfrauen und -männer mit rund zwei Dutzend Fahrzeugen waren im Einsatz. Der Einsatz kann darüber hinaus als Materialschlacht angesehen werden, was den Atemschutz angeht. Nahezu alle Atemschutzgeräte unserer Wehr wurden gebraucht, über 150 Flaschen mußten in Kreuzlingen und in unserer eigenen Atemschutzwerkstatt gefüllt werden. Die Firma Dräger hatte am Einsatztag gerade den neuen Kompressor in der neuen Werkstatt betriebsbereit gemacht!

Bis 23.30 Uhr waren Peter Eisenhauer und seine Helfer damit beschäftigt, zumindest den GW-AS/Meß sowie die Fahrzeuge 6/21 und 6/44 wieder einsatzbereit zu machen. Der Rest unseres Atemschutzmaterials türmte sich im Keller. Glücklicherweise blieben wir in der nachfolgenden Nacht von Brandeinsätzen verschont, die fehlenden PA-Geräte wären die Achillesferse des Einsatzes geworden. Der massive Atemschutzeinsatz war jedoch zweifellos die richtige Entscheidung. Probleme gab es auch mit den reihenweise "verreckenden" Akkus der Handfunkgeräte ...

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9. September 1997 - Zimmerbrand Hotel Deutsches Haus

91jährige unverletzt - Brandmeldeanlage hat sich bewährt

Zu einem Brand kam es gestern mittag gegen 13 Uhr in einem Hotel an der Markstätte. Eine 91jährige Touristin konnte ihr Hotelzimmer im vierten Obergeschoß rechtzeitig und unverletzt verlassen. Rasch griffen die Flammen auf einen Kühlschrank, einen Kleiderschrank und die Wandverschalung sowie den Teppichboden über. Dank einer im Haus installierten Brandmeldeanlage wurde der Brand unverzüglich an die Feuerwehrzentrale gemeldet.

Dem raschen Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr war es zu verdanken, daß sich der Schaden in Grenzen hielt. Feuerwehrleute unter Schwerem Atemschutz löschten die Flammen mit einem Strahlrohr. Über die Drehleiter konnten sie rasch an den Brandherd vordringen. Anschließend mußte das gesamte Geschoß wegen des dichten Qualms gelüftet werden.

Die Feuerwehr war mit einem Dutzend Feuerwehrleuten und zwei Löschfahrzeugen und einer Drehleiter im Einsatz. Als Brandursache vermutet die Polizei einen technischen Defekt an einer elektrischen Leitung. Der Sachschaden wird auf rund 12 000 Mark geschätzt.

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13. Oktober 1997 - Schwerer Unfall im Münster

Komplizierte Rettungsaktion

Bei einem Unfall im nördlichen Turmteil des Münsters erlitt gegen 14.30 Uhr ein Bauarbeiter schwere Kopfverletzungen. Er blieb mit erheblichen Verletzungen oberhalb der Glocken liegen. Um den Verletzten retten zu können, mußten Feuerwehrleute über den südlichen Aufgang nach oben steigen, um sich von oben dem Verletzen nähern zu können. Unter anderem mußte ein Treppengeländer abmontiert werden, um den Bauarbeiter in einer Marinetrage (Tuchtrage) über 40 Zentimeter schmale Treppen auf eine Plattform zu transportieren, die mit der Drehleiter erreichbar war. Für diese mußte zuerst eine passende Auffahrt geschaffen werden, bevor der Verunglückte in einer Trage auf dem Leiterkorb sicher nach unten gebracht werden konnte. Neun Feuerwehrleute benötigten rund eine dreiviertel Stunde, um den Verletzten aus seine Zwangslage zu befreien.

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19. Oktober 1997 - Seeputzete

Bei der alljährlich stattfindenden Seeputzte werden die Tauscher und Taucherinnen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) regelmäßig von Angehörigen der Feuerwehr unterstützt. So war auch dieses Jahr wieder eines der Arbeitsboote mit dabei, als unter anderem etliche Fahrräder, ein Verstärker und eine Pistole aus dem Wasser gefischt wurden.

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25. Oktober 1997 - Verfolgter raste gegen einen Baum

Von Polizei gestellt und geflüchtet - Fahrer schwerverletzt

In der Nacht auf Samstag gegen 3.45 Uhr raste der Fahrer eines Autos in Mittelzell mit sehr hoher Geschwindigkeit auf der Insel Reichenau gegen einen Baum. Zuvor war der offensichtlich alkoholisierte 30jährige Mann aus Konstanz einer Polizeistreife durch seine Fahrweise auf der Reichenaustraße in Höhe Kindlebildstraße aufgefallen. Als die Beamten zur Verfolgung ansetzten, flüchtete der Fahrer Richtung Insel Reichenau.

Dabei erreichte der Flüchtende mit seinem Fahrzeug Geschwindigkeiten, die deutlich über 100 Kilometer in der Stunde lagen. In Mittelzell verlor er dann die Herrschaft über sein Fahrzeug, rasierte zwei kleine Bäumchen ab und prallte dann frontal gegen einen ausgewachsenen Baum, der ihn endgültig stoppte.

Da der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung nahe lag, wurde dem Schwerverletztem von Notarzt und Rettungsdienst eine Halskrause und das Ked, eine Art Korsett für den Oberkörper, angelegt. Um den Mann, der nicht eingeklemmt war, schonender aus dem Wrack zu befreien, schnitten wir das Dach des Autos ab. Jetzt konnte er mit vereinten Kräften vorsichtig auf eine Rettungstrage gelegt und mit dem Rettungswagen in das Klinikum Konstanz eingeliefert werden. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

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21. November 1997 - Brand einer Heizung: Schule fiel aus

Feuer in der Realschule Zoffingen - Heizungsanlage vorübergehend außer Betrieb

Kurz nach halb acht Uhr am Morgen des Freitag entdeckte der Hausmeister der Realschule Zoffingen dicke Rauchschwaden, die aus Fenstern des Heizungskellers emporstiegen. Um genau 7.38 Uhr alarmierte er die Feuerwehrzentrale in der Steinstraße über Notruf 112.

Schon auf der Anfahrt der ersten Feuerwehrfahrzeuge kündete starker Rauch über den Dächern von dem Brand. Da der Unterricht noch nicht begonnen hatte, befanden sich noch keine Schülerinnen in den Klassenzimmern. Mit Wasser aus einem Strahlrohr und Kohlendioxid aus einem Handfeuerlöscher erstickten Atemschutzträger die Flammen. Mit einem wassergetriebenen Lüfter entrauchte die Freiwillige Feuerwehr Konstanz anschließend den Heizungskeller.

Um in den Heizungskeller zu gelangen, mußten Feuerwehrleute die Heizungsraumtüre öffnen, so daß erhebliche Mengen Rauch durch das Treppenhaus zogen. Die Schulleitung sah sich daher veranlaßt zum Schutz der Schülerinnen den Unterricht am Freitag ausfallen zu lassen. Bis Montag soll das Gebäude durchlüftet werden, so daß keine Gesundheitsgefahr mehr besteht.

Das Feuer war offensichtlich am Brenner des in Betrieb befindlichen Heizkessels ausgebrochen. Dort hatten schließlich Verkleidung und Isolation Feuer gefangen. Der brennende Kunststoff und austretendes Heizöl sorgten für tiefschwarzen Rauch. Der Brenner wurde zerstört. Die sogenannte Sommerheizung, sie wird in der warmen Jahreszeit nur zum Erwärmen des Gebrauchswassers benutzt, wurde von der großen Hitze ebenfalls erheblich in Mitleidenschaft gezogen, so daß das Schulgebäude vorläufig ohne Heizung ist. Aus einer geschmolzenen Kupferleitung trat Heizöl aus, das sich am Boden sammelte.

Bis Montag, so hoffen die Betroffenen, funktioniert die Heizung wieder. Wie lange die Reparaturarbeiten dauern, konnten die herbeigerufenen Installateure nicht mit Bestimmtheit sagen. Bevor sie mit der Arbeit beginnen können, müssen die gesundheitsschädlichen Rußablagerungen von einer Reinigungsfirma beseitigt werden.

Rund 20 Feuerwehrleute waren mit fünf Fahrzeugen im Einsatz, der etwa eine Stunde dauerte. Der Schaden betrug mindesten 30 000 Mark. Verletzt wurde niemand.

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23. November 1997 - Todesfahrt auf dem Damm

In einem BMW-Cabriolet verunglückte ein 35jähriger Reichenauer auf dem Heimweg in der Nacht auf Sonntag gegen 1.30 Uhr auf dem Damm zur Insel Reichenau tödlich. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des offensichtlich nicht angeschnallten Fahrers feststellen. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme an. Nach einer Linkskurve geriet der Mann vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit auf die rechte Bankette, schleuderte von dort über die Gegenfahrbahn und prallte gegen zwei Alleebäume. Durch den heftigen Aufprall wurde das Fahrzeug um die eigene Achse gedreht und kam schließlich rechts außerhalb der Fahrbahn zum Stillstand. Das linke Vorderrad wurde abgerissen. Eines der Nummernschilder fand ein Feuerwehrmann später im Schilfgürtel. Da anfangs nicht ausgeschlossen werden konnte, daß sich eine weitere Person im Auto befunden hatte und heraus geschleudert wurde beziehungsweise hilflos umher irrte, mußten wir die Schilfgürtel an beiden Straßenseiten absuchen. Erst später stellte sich heraus, daß der Fahrer allein unterwegs war.

Die Airbags in der weitestgehend intakten Fahrgastzelle hatten nicht ausgelöst. Rund zweieinhalb Stunden waren Einsatzkräfte von uns an der Einsatzstelle, an der sie den Brandschutz sicherstellte und großräumig ausleuchtete.

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24. November 1997 - Zwei Schwerverletzte bei Verpuffung

Bei einer Verpuffung in einem Labor bei Byk Gulden erlitten zwei Mitarbeiter schwere Brandverletzungen. Erhebliche Zerstörungen entstanden an der Laboreinrichtung. Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz löschte das Feuer, bevor weiterer Schaden entstand.

Einer der Verletzen erlitt am Körper rund 30 Prozent Verbrennungen ersten und zweiten Grades vor allem an Gesicht und Armen. Der andere kam glimpflicher davon. Beide wurden von Notarzt und Rettungsdienst versorgt und ins Klinikum Konstanz eingeliefert. Bei der Verpuffung wurden Fenster und Türe aus ihrer Verankerung gerissen, Teile des Laborinventars zerstört. Auf dem Flur rissen sich die Verletzen die brennenden Kleider vom Leib.

Ein pulverförmiger Stoff hatte Feuer gefangen, das von der Feuerwehr mit Decken rasch gelöscht wurde. Eine in der Nähe stehende Propangasflasche entfernten die Feuerwehrleute und verhinderten so eine Explosion.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz mit rund 20 Feuerwehrfrauen und -männern und fünf Fahrzeugen waren auch Notarzt und Rettungsdienst mit drei Fahrzeugen an der Unglücksstelle. Die Ursache und die Schadenshöhe sind noch nicht bekannt. Der Erkennungsdienst der Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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29. November 1997 - Junge wachte rechtzeitig auf

Glimpflich verlief ein Brand gegen 22 Uhr am Samstag abend in der Brandenburger Straße. Im Kinderzimmer hatten die Eltern eines dort schlafenden dreieinhalbjährigen Jungen ein Teelicht brennen lassen. Die Kerze hatte unbemerkt ein Flechtregal aus Bambus, ein Daunenkissen und Teile des Teppichbodens in Brand gesetzt. Der Junge war noch rechtzeitig aufgewacht und konnte um Hilfe rufen. Die Eltern unternahmen mit mehreren Eimer Wasser einen erfolgreichen Löschversuch. So konnte sich die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz auf die Belüftung der Wohnung und das entfernen angesengter Gegenstände beschränken. Der Rettungsdienst kümmerte sich um den Jungen, der jedoch nicht ins Klinikum eingeliefert werden mußte. Die rund 20 Feuerwehrleute hatten nur ein Kopfschütteln übrig über die Fahrlässigkeit der Eltern, die für den Jungen tödlich hätte enden können. Der Sachschaden betrug rund 2 000 Mark.

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